Forsman & Bodenfors

Der verrückte "Internet-of-Shit"-Song von einer Marionette und singenden Haufen

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Puppe Alex ist eine "Marionette der vernetzten Produkte"
© Semcon
Puppe Alex ist eine "Marionette der vernetzten Produkte"
Handys, Computer, Tablets, ja sogar Kleidung: Heutzutage können etliche Gegenstände im Internet of Things miteinander verbunden werden. Aber ergibt das überhaupt Sinn? Nicht in jedem Fall, lautet die Antwort von dem Tech-Unternehmen Semcon. Und diese Antwort wird von Forsman & Bodenfors jetzt charmant in ein Lied verpackt: den "Internet-of-Shit-Song", vorgetragen von einer Marionette und singenden Haufen.
Im Auftritt von Semcon gibt die Marionette Alex eine "kleine Mittanznummer" am Klavier zum Besten und singt über Verbindungen. Über das Laptop, das mit dem Smartphone verbunden ist. Über das Smartphone, das mit dem Tablet verbunden ist. Über das Tablet, das mit einem Knopf verbunden ist. Über den Knopf, der mit dem Taxi verbunden ist - und so weiter.
 Die Marionette wird dabei von einem Chor aus drei singenden Haufen unterstützt. Und während geträllert wird, läuft die Marionette von einem Ort zum nächsten und kommt an den besungenen Gegenständen vorbei. In der Realität sind sie zwar unsichtbar durch das Internet gekoppelt, hier in der Puppenwelt hängen sie an einer Schnur zusammen. Und irgendwann entsteht aus ihnen ein riesiges Knäuel, das nicht mehr zu kontrollieren ist und sich selbstständig macht.


Die Botschaft, die Semcon mit dem Song verbreiten will, verkündet am Schluss eine Katze, die zwischenzeitlich selbst im Gegenstand-Gewühl festhing: "Just because it's connected, doesn't mean it's smart".

Diese Message spiegelt den Aufgabenbereich des Tech-Unternehmens wieder. Es hilft anderen Firmen aus diversen Industrien dabei, verbundene Geräte zu entwickeln. Laut der Unternehmenswebsite geht es Semcon nicht allein um die Technik, sondern vor allem um die User Experience. Die Menschen sollen nicht wie die Puppe im Spot zu "Marionetten der vernetzten Produkte" werden.


Mit der Kampagne reagiert Semcon auf die Ergebnisse einer Umfrage, die es zusammen mit Inizio durchgeführt hat. Dort gaben mehr als 60 Prozent der Befragten an, dass Technik sie frustriere - sogar mehr als Verkehrsstaus und laute Nachbarn. Außerdem möchte das Tech-Unternehmen mit dem Video einen Eindruck von der Zukunft vermitteln und sich über den IoT-Hype lustig machen, sagt es auf Youtube im Dialog mit Zuschauern. Bis 2020 soll es 30 Milliarden vernetzte Geräte geben - die dann hoffentlich nicht zu solch einer Verwirrung führen wie im Video, so Semcon.

Den Internet-of-Shit-Song können sich Interessierte auch auf Spotify anhören. Zusätzlich bietet Semcon bis zum 22. Juni eine Hotline an, bei der Anrufer sich mit Fachleuten austauschen oder - wie es auf der Kampagnen-Microsite heißt - einfach "Dampf abzulassen" können.

Für den Internet-of-Shit-Song zeichnen Forsman & Bodenfors sowie die Media- und PR-Agentur Matter veranwortlich. Zudem gehören Music Supervisor Jenny Ring, Regisseur Daniel Warwick, der Producer Rickard Edholm sowie die Produktionsfirma Camp David zu den Kreativen, die die Kampagne umsetzen. bre
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