Filmakademie Baden-Württemberg

Was Maultaschen mit "Pulp Fiction" gemeinsam haben

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Der Online-Film ist eine Hommage an die berühmte Autoszene aus "Pulp Fiction"
© Screenshot Youtube
Der Online-Film ist eine Hommage an die berühmte Autoszene aus "Pulp Fiction"
Der Dialog zwischen Vincent Vega (John Travolta) und Jules Winnfield (Samuel L. Jackson) über den "Royale mit Käse" in "Pulp Fiction" ist wohl eine der berühmtesten Szenen der Filmgeschichte. Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg haben jetzt eine werbliche Hommage an den Dialog in die Tat umgesetzt. Das Objekt der Begierde diesmal: die Maultaschen des Schwäbischen Traditionsunternehmens Bürger.
Anders als bei vielen anderen Arbeiten von Werbefilmstudenten handelt es sich bei "Tasty Tasches" nicht um einen Spec-Spot, der ohne Auftrag einer Marke entstanden ist. Bürger hatte vielmehr im Frühjahr 2016 gemeinsam mit der Filmakademie Baden-Württemberg zum Wettbewerb aufgerufen, bei dem ein mutiges und humorvolles Spotkonzept gesucht wurde, das die 80-jährige Geschichte des Maultaschen-Unternehmens in moderner Weise fortschreiben sollte.


Und das Ergebnis der beiden Filmemacher Ihab Abouzeid und Gregor Eisenbeiß, die sich mit ihrer Idee durchsetzen konnten, kann sich sehen lassen: Der zweiminütige Clip zeigt zwei amerikanische Polizeibeamte auf Streife. Bevor sie zu ihrem nächsten Einsatz gerufen werden (übrigens auch eine direkte Referenz an "Pulp Fiction") erzählt der eine, ganz so wie Vincent Vega in der filmischen Vorlage, dem anderen eine Anekdote über die sprachlichen Eigenheiten in Europa. Im Mittelpunkt stehen dabei die "Maultasches", die die beiden ganz offensichtlich auch in den USA liebgewonnen haben und die - so zumindest die halbseidenen und nicht ganz ernstzunehmenden Ausführungen des Cops - in verschiedenen Ländern anders heißen. Aber das Original kommt eben doch aus Deutschland.
Laut eigener Aussage will das Unternehmen mit dem ungewöhnlichen Online-Film eine junge, überregionale Zielgruppe für die schwäbischen Maultaschen begeistern: "Bürger knüpft an eine Kultgeschichte an, zu der junge Menschen einen persönlichen Bezug haben. Das zeigt auch das Konzept des Films, für das wir junge, kreative Köpfe eingeladen haben, unsere traditionsreichen Werte auf die heutige Zeit zu übertragen", sagt Martin Bihlmaier, Geschäftsführer bei Bürger.

Und dieses Konzept scheint aufzugehen: Nach vier Tagen zählt der Film allein auf Facebook schon rund 350.000 Views, 3000 Likes und mehr als 1800 Shares - ein Vielfaches gegenüber den übrigen Posts von Bürger. tt
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