Ehrenmorde

Leo Burnett schockiert mit Printmotiv in der "Cosmopolitan"

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Limitierte Ausgabe der britischen "Cosmopolitan"
© Cosmopolitan UK
Limitierte Ausgabe der britischen "Cosmopolitan"
Verstörend und beunruhigend sind wohl die treffendsten Attribute, wenn man diese Printkampagne von Leo Burnett beschreiben will: Die Februar-Ausgabe der britischen "Cosmopolitan" zeigt eine junge Frau, eingeschweißt in eine durchsichtige Hülle. Sie presst ihre Hände von innen gegen die Plastikfolie - in Panik vor dem drohenden Ersticken.
Das schockierende Motiv haben die Londoner Kreativen von Leo Burnett Change für die Non-Profit-Organisation Karma Nirvana realisiert, die sich seit 1993 für die Opfer familiärer Gewalt und Zwangsverheiratungen sowie Ehrenmorde einsetzt. Die Arbeit rückt ein Opfer in den Mittelpunkt: Die 17-jährige Britin mit pakistanischen Wurzeln, Shafilea Ahmen, wurde 2004 von ihren Eltern erstickt, da sie angeblich die Ehre ihrer Familie beschmutzt habe.


"Cosmopolitan" unterstützt die Hilfsorganisation in diesem Zusammenhang schon seit längerem. Laut dem Titel geschehen jedes Jahr weltweit 5000 Ehrenmorde, rund 12 jährlich in Großbritannien. jm
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