Dollar Shave Club

Das absurde Grauen mit der verdreckten Rasierklinge

Der Dollar Shave Club ist mit abgefahrenen Spots zurück
© Screenshot Youtube
Der Dollar Shave Club ist mit abgefahrenen Spots zurück
Dreieinhalb Jahre ist es her, dass Dollar Shave Club in einem irre komischen Werbefilm sein Geschäftsmodell vorstellte und so einen veritablen Viralhit landete. Jetzt meldet sich der Rasierklingen-Lieferdienst mit drei neuen witzigen Commercials zurück, in denen ein alltägliches Klingen-Problem aufgegriffen wird.
Die drei 30-sekündigen Spots erzählen jeweils eine andere Geschichte, fokussieren sich dabei aber auf einen inhaltlichen Aspekt, den wohl jeder kennt, der Nassrasierer nutzt: Nach einer Weile sehen die Klingen vor lauter Haaren und Hautschuppen ziemlich unappetitlich aus. Vom Ekel gebannt verweigern die drei Protagonisten in den Clips die Rasur und die Rasierer erwachen daraufhin als "Jacques the Filthy Razor" und "Zeke the Dirtbag Razor" zum Leben - was die Angelegenheit nicht wirklich angenehmer macht. Doch am Ende der drei Spots naht Rettung - in Person von Dollar-Shave-Club-Gründer und -CEO Michael Dubin.
Mit der Kampagne gelingt es der US-Marke, die aufgrund ihrer ungewöhnlichen Spots so etwas wie Kultstatus genießt, die Alleinstellungsmerkmale des eigenen Lieferdienstes pointiert herauszustellen: Die bequeme Online-Bestellung sowie der günstige Preis des Angebots. Und die diesmal sehr kurz gehaltenen Gastauftritte von Dubin sind charmant wie eh und je.
Bei Dollar Shave Club zeichnet wie schon in den vorherigen Kampagnen Creative Director Alec Brownstein verantwortlich, der die Kampagne gemeinsam mit Michael Dubin entwickelte. Produziert wurden die Spots von Biscuit Filmworks und Zebra NYC. Regie führte Aaron Stoller. tt
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