Berliner Stadtmission

Tom Schilling und der würdevolle Film über das Leben auf der Straße

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Schauspieler Tom Schilling ist der Erzähler des Kältehilfe-Kinospots
© Monkey Pictures
Schauspieler Tom Schilling ist der Erzähler des Kältehilfe-Kinospots
"Was siehst du eigentlich, wenn du mich wirklich ansiehst?" Mit dieser Leitfrage beginnt der von Schauspieler Tom Schilling ("Oh Boy", "Crazy") erzählte neue Kinospot, mit dem die Berliner Stadtmission auf ihre Kältehilfe und das Leben Obdachloser in der Hauptstadt aufmerksam macht. Der berührende Film wurde von Monkey Pictures entwickelt und produziert.
In dem Spot schlüpft der 35-jährige Schilling als Voice-over in die Rolle eines Menschen, der in Berlin auf der Straße lebt und einen Passanten anspricht. Zu den bewegten Bildern von echten Obdachlosen und dem Alltag der Kältehilfe spricht Schilling davon, was Freude ist, wie sich Einsamkeit anfühlt und warum er nicht mehr so genau weiß, wie sich ein Zuhause anfühlt. Am Ende des Clips sind Wohnungslose, Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer der Bahnhofsmission lachend beim gemeinsam Speisen an einer langen Tafel zu sehen. Dazu steht ein Spendenaufruf und der Verweis auf die Webseite der Berliner Stadtmission.


Mit dem gekonnt exekutierten 60-Sekünder wollen die Berliner Stadtmission und Monkey Pictures beim Zuschauer Fragen aufwerfen und ihn ermutigen, auf Obdachlose zuzugehen. Dabei ging es den Verantwortlichen vor allem darum, die wohnungslosen Menschen Berlins mit Respekt und Würde zu porträtieren. Im Vorfeld der Dreharbeiten hat das Team von Monkey Pictures deshalb viel Zeit auf der Straße verbracht, um die Protagonisten und ihren Alltag besser zu verstehen. Mit den Masken, die viele der Obdachlosen in dem Spot tragen, will die Agentur einerseits die Scham der Betroffenen ausdrücken und andererseits ein Symbol für die Unfähigkeit vieler liefern, nicht hinsehen zu können oder zu wollen.
„Wir nehmen Obdachlose meistens einfach nicht als Menschen wahr, sondern als bemitleidenswerte Schicksale. Diese Sichtweise bei sich zu hinterfragen bedeutet sicher mehr, als 50 Cent in den Becher zu werfen. Der Film versucht diesen Prozess anzustoßen.“
Tom Schilling
"Einige Social Spots versuchen ja, für die gute Sache unser schlechtes Gewissen auszunutzen", sagt Tom Schilling. "Mir war aber wichtig, dass sich die Menschen, die diesen Film sehen, nicht schuldig fühlen. Sie sind es ja auch nicht. Wir nehmen Obdachlose meistens einfach nicht als Menschen wahr, sondern als bemitleidenswerte Schicksale. Diese Sichtweise bei sich zu hinterfragen bedeutet sicher mehr, als 50 Cent in den Becher zu werfen. Der Film versucht diesen Prozess anzustoßen."

Der Spot wird im Januar und Februar in ausgewählten Kinos in Berlin gezeigt. Bei Monkey Pictures zeichnen Producerin Jasna Lohr und Regisseurin Wendla Nölle federführend verantwortlich. Hinter der Kamera stand Kevin Klein. Die Musik kommt von Yasir Hamdan, der Text von David Wegener und Greta Lorez. Sound Design & Mix übernahm Sebastian Müllertt
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