Anti-Werbespot aus Mexiko

Warum eine Biermarke ihrer Zielgruppe das eigene Produkt verbietet

Die mexikanische Heinken-Marke Tecate verwandelt ihren "Anti-Spot" in einen flammenden Appell gegen häusliche Gewalt
© Screenshot Youtube
Die mexikanische Heinken-Marke Tecate verwandelt ihren "Anti-Spot" in einen flammenden Appell gegen häusliche Gewalt
Häusliche Gewalt ist ein Thema, für das weltweit immer wieder mit emotionalen und düsteren Werbefilmen sensibilisiert wird. Gemeinsam mit der Agentur Nomades verfolgt die mexikanische Biermarke Tecate einen ganz anderen Ansatz und schließt mit einem flammenden Appell bewusst Teile der eigenen Zielgruppe aus. Mit gutem Grund.
In dem 60-Sekünder präsentiert die Biermarke aus dem Hause Heineken ihre Definition von Männlichkeit: Zu atmosphärischen Bildern von starken Typen, Boxern, Feuerwehrmännern und Holzfällern parliert der Erzähler davon, dass ein Mann nicht durch seine Stärke, sein Image oder seinen Mut definiert wird, sondern dadurch, wie er eine Frau behandelt. Und dann folgt der starke Twist des Films: Wer diese Definition nicht erfüllt, verdient kein Tecate - so die Botschaft der Marke.


"Wir hoffen, du hasst unser Bier. Du bist keiner von uns", heißt es am Ende des genauso ungewöhnlichen wie eindrücklichen "Anti-Commercials", ehe Tecate seine Kampagnenbotschaft mit einer erschütternden Statistik untermauert: In Mexiko sind zwei Drittel aller Frauen Opfer von häuslicher Gewalt.

Bei Nomades zeichnen Pablo Batlle, Raul Rivera, Guillermo Bernal (Creative Directors), Felipe Alarcon Aranguiz (Copywriter) sowie Rafael Quijano (Art Director) verantwortlich. Die Produktion übernahm Central Films, Regie führte Rodrigo-Garcia Saiz. tt
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