Analog vs. Digital

Wenn ein Plattencover zum Musikinstrument wird

   Artikel anhören
Szene aus dem Casevideo von Novalia
© Screenshot Youtube / NovaliaLtd
Szene aus dem Casevideo von Novalia
Mit dem laut eigenen Angaben ersten bespielbaren Musikposter für die Biermarke Beck's hatten die Profis des britischen Technikunternehmens Novalia im Frühjahr 2014 bereits für Aufsehen gesorgt. Jetzt haben die Kreativen ein weiteres Projekt gelauncht, bei dem nicht nur jedem Fan elektronischer Musik das Herz aufgehen dürfte.
Bei der Kreation handelt es sich um ein als Midi-Controller umfunktioniertes Plattencover für den US-amerikanischen DJ QBert. Der Mann aus San Francisco gilt als einer der Pioniere des Turntablism. Viele der heute weltweit geübten Scratches sind seine Erfindung. Das Cover von Novalia funktioniert via Bluetooth und in Verbindung mit der Algoriddim DJAY App. Macht ein Nutzer Musik auf dem Plattencover, werden die Songs direkt in die Software geladen.

"Wir sind davon überzeugt, die Zukunft spielt eher in der Vergangenheit als in der Gegenwart. Schöne alte Dinge, die nostalgische Gefühle wecken, sind - entgegen der Meinung vieler - noch lange nicht tot", kommentiert Novalia-Sprecherin Kate Stone die Arbeit. "Wir erwecken Bücher und Album-Cover zum Leben, in dem wir ihnen digitale DNA einimpfen."

Fazit: Ein wunderbares Beispiel über die kreativen Möglichkeiten, die sich durch die Verbindung von analoger und digitaler Welt ergeben. Der in der DJ-Szene immer wieder aufkommenden Diskussion "Vinyl vs. Digital" dürfte diese Arbeit ein Ende setzen. Wer sich die Kreation von Novalis für Beck's noch einmal anschauen möchte - hier geht es zum Casevideo. jm
stats