"Adboys 4 Life"

Dojo träumt von Lasern, Lines und lasziven Blicken

Dojo-Chef Dominic Czaja hat es sich genau wie sein Co Joachim Bosse nicht nehmen lassen, selbst zu rappen
© Dojo
Dojo-Chef Dominic Czaja hat es sich genau wie sein Co Joachim Bosse nicht nehmen lassen, selbst zu rappen
Sie haben's schon wieder getan: Wie im vergangenen Jahr hat Dojo anlässlich des ADC-Festivals ein satirisches Musikvideo herausgebracht, um für ihre eigene inoffizielle ADC-Party zu werben. Und wieder einmal strotzt der Track nur so vor beißender Ironie: Der Track "Adboys 4 Life" handelt von all den Dingen, denen die moderne Werbebranche ja angeblich abgeschworen hat.
Die Serie "Mad Men" oder Frederic Beigbeders Buch "Neununddreißigneunzig" erfreuen sich unter Werbern nicht nur deshalb so großer Beliebtheit, weil sie gut gemacht und unterhaltsam sind. Beide Werke zeigen auch, wie es in der Werbebranche einst zuging. Doch die wilden Zeiten sind ja angeblich vorbei.



Wirklich? Zumindest in Dojos Musikvideo geht es so wild zu wie in den Tagen von Octave Parangos, der Hauptfigur aus Beigbeders Buch. Die ganze Machart und die Aufmachung der Protagonisten erinnert jedenfalls sehr an die späten 80er bzw. frühen 90er. Und auch inhaltlich dominieren die Themen der "guten alten Zeiten": Auf die Melodie des Simon-and-Garfunkel-Klassikers "The Boxer" geht es um Laser, Lines und laszive Blicke.
Aber nein: Letztendlich entpuppt sich das Ganze als Anti-Drogen-Song. Die beiden Dojo-Geschäftsführer Joachim Bosse und Dominic Czaja, die es sich erneut nicht haben nehmen lassen, selbst die Hauptrollen zu spielen, sind nämlich komplett ahnunglos, was mit dem ominösen weißen Pulver gemeint ist, welches das Mädchen in dem Track von ihnen verlangt. Auch ihre beiden Co-Sänger haben keinen blassen Schimmer. Dabei handelt es sich um Ben Föhr, CEO der Produktionsfirma It’s us, die das Video selbstverständlich auch produziert hat, und den Dojo-Kreativen Jacco Prüsmann aka "Leberhakan".

Wie im vergangenen Jahr ist der Track letztendlich Eigenwerbung: Am heutigen Freitagabend veranstalten Dojo und It's us im Hamburger FloryaClub die inoffizielle ADC-Party "AD BOYS 4 LIFE #4: Nägel aus Plastik". Auch dort wird es lasziv und schmutzig - immerhin tritt Nackt-DJane Micaela Schäfer mit ihrer Lasershow auf: 

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