50. Geburtstag der Apple-Agentur

Mit diesem Disruptions-Manifest feiert sich TBWA selbst

TBWA-Legende Lee Clow höchstselbst liefert das Voice-over des Spots
© TBWA / Youtube
TBWA-Legende Lee Clow höchstselbst liefert das Voice-over des Spots
Als Jay Chiat und Guy Day am 1. April 1968 in Los Angeles die Agentur Chiat/Day gründeten, war das ein sehr ungewöhnlicher Schritt. Schließlich tummelte sich zu dieser Zeit die gesamte Werbeszene in New York. 50 Jahre und einen Zusammenschluss mit TBWA später zählt die Kreativschmiede zu den renommiertesten der Welt, die vor allem als Apple-Agentur in die Geschichte einging. Zum 50. Geburtstag feiert sich TBWA/Chiat/Day jetzt selbst - mit einem Disruptions-Manifest von Werberlegende und TBWA-Chairman Lee Clow.
Der 90-sekündige Film zeigt aneinandergereiht Ausschnitte legendärer, preisgekrönter Arbeiten von TBWA für Kunden wie Apple, Adidas, Amazon, Gatorade oder Skittles. Dazu erklärt der mittlerweile 75-jährige Clow, dass es in der Kreativbranche nicht darum gehe, "das Richtige" zu tun - sondern vielmehr "das Mutige". Das, was einen vor Aufregung um den Schlaf bringt und nervös macht. Das, was im ersten Moment lächerlich erscheint und im nächsten genial. Clows Credo: "Do the thing that disrupts." Disruption ist ein Zauberwort in nahezu allen digital- und technologiegetriebenen Branchen. Für die Agenturgründer Jay Chiat und Guy Day war es vom ersten Tag an die alles entscheidende Maxime für den Erfolg von Werbung - und für ihre eigene erfolgreiche Zukunft als Unternehmer.


"Seit 1968 hat sich viel verändert. Und in den nächsten 50 Jahren wird sich noch viel mehr ändern. Aber eine Sache, die sich nicht ändern wird, ist der Einsatz von Chiat/Day für Exzellenz und Kreativität", sagt Rob Schwartz, CEO of TBWA/Chiat/Day. "Dieser Geist, der unter Jay Chiat entfacht wurde und unter Lee Clow aufblühte, wird noch viele Jahre spürbar bleiben."

Das gesamte "Disrupt Manifesto" im Wortlaut:


Don’t do the right thing.

God knows, you’ll be tempted.
The right thing sounds so good in meetings.
It looks fantastic in charts.
The right thing soothes racing pulses,
and settles churning stomachs.
Everybody can get on board with the right thing.

The right thing is “good enough.”

But good enough is not enough.
Don’t do it.
Don’t do the right thing.
Avoid it like the plague.

So, what are you supposed to do?
The wrong thing?
Of course not.
Do the brave thing.
The thing that troubles your sleep.
The thing with a million unknowns.
That seems ridiculous one moment,
and genius the next.
That’s the thing you should do.

Chase it down.
Don’t let it go.

Do the thing that disrupts.
That upends.
That doesn’t just defy the status quo,
but reshapes it,
forever.

You can do that.
You have that in you.
To do the right thing or not, is a choice.
To disrupt or not, is a choice.

Let’s do the brave thing.

tt

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