WebVR Google bringt die virtuelle Realität in seinen Webbrowser

Mittwoch, 12. April 2017
Das WebVR-Spiel "Konterball" ist ein minimalistisches Ping-Pong-Game
Das WebVR-Spiel "Konterball" ist ein minimalistisches Ping-Pong-Game
Foto: Wild

Google hatte es bereits im Vorfeld angekündigt, jetzt ist das Ergebnis zu sehen: Die aktuellste Version von Google Chrome unterstützt Virtual Reality (WebVR). Der Suchmaschinenriese verfolgt damit das Ziel, die Nutzung von VR-Inhalten zu vereinfachen. Auch Unternehmen sollen mit dieser Anwendung geködert werden.

Zusammen mit dem Wiener Unternehmen Wild hat Googles Einheit Creative Labs aus New York heute das erste WebVR-Spiel "Konterball" veröffentlicht. Dabei handelt es sich um ein minimalistisches Ping-Pong-Game, das sowohl auf VR-Headsets wie Google Cardboard, HTC Vive oder Oculus Rift spielbar ist, aber auch in einer immersiven 2D-Variante auf Mobilgeräten und am Desktop.

Digital Marketing Days

Die Bedeutung von Virtual Reality ist auch ein Schwerpunkt-Thema bei den Digital Marketing Days, die HORIZONT am 29. und 30. Juni 2017 in Berlin veranstaltet. Bei dem Pflicht-Termin für Digital-Entscheider diskutieren führende Branchenexperten wie Vanessa Bouwman (We Are Social), Jérôme Cochet (Zalando), Martin Wild (Media Markt Saturn), Peter Frolund (HTC Vive) und Ulrike Hefter (Nestlé) darüber, welche Rolle die neuen Disziplinen und Technologien im Marketing spielen und wo die Unternehmen dringend investieren sollten. Jetzt hier anmelden! 

"Konterball" ist offizieller Bestandteil der "Google Chrome VR Experiments". Indem der Suchmaschienenriese VR-Inhalte direkt über seinen Browser verfügbar macht, will er die Nutzung vereinfachen. Bislang müssen User nämlich noch recht umständlich das Smartphone in das VR-Headset einsetzen und sich durch die verschiedenen Inhalte navigieren. Durch WebVR sollen Nutzer beim Surfen im Netz quasi spontan auf VR-Inhalte stoßen und können direkt loslegen.
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Bild: Facebook

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Google verspricht sich davon wahrscheinlich auch, dass Unternehmen auf das Thema VR aufmerksam werden. Denn Brands müssen nun nicht mehr eine eigene VR-App entwickeln, um in der virtuellen Welt stattfinden zu können. Bei WebVR genügt die Implementierung von Googles Browser durch die vorhandenen Schnittstellen (API).

Die APIs für WebVR hatte Google bereits Mitte Dezember mit der aktuellen Beta-Version von Chrome 56 unterstützt. Entwickler konnten seitdem die Implementierung von Chrome-VR-Anwendungen vergleichsweise einfach testen. Google hatte sich in den vergangenen Monaten beim unterstützten Funktionsumfang allerdings noch etwas zurückgehalten. Die Verwendbarkeit der Schnittstellen waren auf einen sogenannten Origin Trial beschränkt, für den sich Entwickler extra anmelden mussten.

Auch andere Tech-Unternehmen tüfteln derzeit an WebVR-Anwendungen. So experimentiert Mozilla mit WebVR für seinen Browser Firefox - allerdings nur in der sogenannten Nightly-Version, in der neue Funktionen ausprobiert werden können. Diese frühe Version ist noch sehr instabil und richtet sich daher vornehmlich an Entwickler und Mozilla-Mitarbeiter. Darüber hinaus tüftelt auch Microsoft mit einer ähnlichen Anwendung für seinen Browser Edge. ron

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