Virtual Reality Die Telekom und der erste Gig in der Schwerelosigkeit

Donnerstag, 08. Februar 2018
In diesem Airbus fand das erste Konzert in der Schwerelosigkeit statt.
In diesem Airbus fand das erste Konzert in der Schwerelosigkeit statt.
© BigCityBeats

Musikkonzerte auf Kreuzfahrtschiffen? In Jets, Helikoptern oder Zügen? Hat es alles schon gegeben. Wenn es um außergewöhnliche Locations geht, lassen sich Event-Veranstalter immer kuriosere Schauplätze einfallen. Doch die gestern zu Ende gegangene Aktion des Frankfurter Veranstalters BigCityBeats setzt allem bisher dagewesenen die Krone auf: Ein Gig in der Schwerelosigkeit. Als Leckerbissen für alle Techies zeigte die Telekom den Stunt in seiner neuen VR-App Magenta Virtual Reality.
Um 10 Uhr startete am Mittwoch ein sogenannter Zero-G-Airbus, der normalerweise wissenschaftlichen Teams und der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA zum Training vorbehalten ist, am Frankfurter Flughafen in die Luft. Nur waren die Passagiere in diesem Fall keine Wissenschaftler oder Astronauten-Anwärter sondern weltberühmte DJs und 50 ausgewählte Gäste. Die einmalige Mission: den weltweit ersten Club in der Schwerelosigkeit realisieren.
Und so flog der umgebaute Airbus in rund vier Stunden etwa 15 Parabeln in einem gesicherten Luftraum über Frankreich. Bei einem Parabelflug handelt es sich um ein Flugmanöver, bei dem der Zustand der Schwerelosigkeit künstlich erzeugt wird. Heißt: Die Fluggäste schwebten während des gesamten Fluges gut fünfeinhalb Minuten. Je 30 Minuten vor und nach den Parabeln erlebten die Passagiere an Bord einen Club über den Wolken unter normalen Gravitationskräften. Eingeheizt wurden die Partygäste von den weltberühmten DJs Steve Aoki und W&W. Mit von der Partrie waren zudem die ESA-Astronauten Jean-Francois Clervoy und Pedro Duque.

A
ls exklusiver Technologiepartner im Bereich Virtual Reality zeichnete die Telekom das Ereignis mit mehreren 360-Grad-Kameras aus unterschiedlichen Perspektiven auf. Nutzer mit einer VR-Brille (oder Smartphone in Kombination mit einem Cardboard-Modell) können das Konzert aus der Schwerelosigkeit im Nachgang miterleben. User ohne VR-Brille oder Cardboard kommen über den 360-Grad-Modus der App in den Genuss der Clips.
Die Telekom hatte das neue VR-Portal im Herbst vergangenen Jahres auf der Elektronikmesse IFA in Berlin  ins Leben gerufen. Sie soll künftig die besten VR-Inhalte aus den Bereichen Sport, Musik und Entertainment bündeln. Das Angebot umfasst Telekom-eigene Inhalte wie Sport-Videos in 360 Grad und alle Konzerte des Musikangebots "Magenta Musik 360". Zusätzlich sollen Nutzer von exklusiven 360-Grad-Videos und regelmäßig wechselnden Inhalten von Partnern wie Red Bull, National Geographic und Twentieth Century Fox profitieren.

"Unser Ziel ist dabei stets der Fokus auf innovatives und außergewöhnliches Entertainment", sagt Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden Telekom Deutschland. Der "World Club Dome Zero Gravity" in Kooperation mit BigCityBeats sei dafür beispielhaft. ron
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