#TakeTheExit Metro steckt hinter der ominösen Start-up-Kampagne in Berlin

Samstag, 07. April 2018
Die Guerilla-Kampagne #TakeTheExit sorgt in Berlin für Aufsehen
Die Guerilla-Kampagne #TakeTheExit sorgt in Berlin für Aufsehen
© Ankomm
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Seit einigen Tagen sorgt in der Berliner Start-up-Szene eine Guerilla-Kampagne für Aufsehen. Auf Plakaten oder Gehweg-Graffitis werden Mitarbeiter aus dem Tech-Bereich unter dem Hashtag #TakeTheExit dazu aufgefordert, sich keine schlechten Arbeitsbedingungen gefallen zu lassen und ihren derzeitigen Arbeitgeber zu verlassen. Doch über den Absender herrscht Unklarheit. Bis jetzt.
Plakate an U-Bahnhöfen, auf dem Campus der Freien Universität Berlin, eigene Kanäle auf Twitter, Youtube, Facebook und Instagram sowie eine eigene Website: Die Guerilla-Kampagne, die junge Start-up-Mitarbeiter zum Ausstieg bewegen will, sorgt seit geraumer Zeit für große Aufmerksamkeit in der Hauptstadt. Sogar vor den Toren der Zalando-Zentrale, wo vor kurzem 250 Marketing-Mitarbeiter ihre Sachen packen mussten, ziert ein #TakeTheExit-Graffiti den Gehweg. Lange wurde über den Absender der Kampagne spekuliert, seit heute herrscht nun endlich Klarheit: Metro steckt hinter dieser Aktion. Das bestätigen die beiden Agenturen Ankomm und Tropen Markenwelten, die die Kampagne für den Einzelhandelskonzern realisiert haben. Während die Münchner von Ankomm Media übernommen haben (unter anderem Online-Display, Google, Plakat, OoH, Poster), kümmerten sich die Berliner von Tropen Markenwelten um die Kreation.

Mit der #TakeTheExit-Kampagne unternimmt Metro den Versuch, junge Entwickler und IT-Profis für seinen neuen Berliner Hub namens Metronom zu gewinnen, in dem der Konzern sämtliche Technik-Kompetenz bündeln will. Insgesamt 60 Mitarbeiter werden für den Hub gesucht. Die Aktion könnte durchaus Erfolg haben: Auf der eigens dafür entwickelten Website haben 1800 Nutzer ihre E-Mail hinterlassen und damit ihr Interesse an der Aktion bekundet. Mit Metro habe man ausgemacht, dass man mit mehr als 100 E-Mails bereits zufrieden gewesen wäre, berichtet Tropen-Markenwelten-CEO Benjamin Nuebel. Er hat die Kampagne gemeinsam mit Mitgründer und Kreativdirektor Armand Lidtke konzipiert.

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Das Kreativteam um Nübel hatte für Metro bewusst eine provokante Kampagne ins Leben gerufen, ein großes Echo in den sozialen Medien war einkalkuliert. "Wir mussten einen anderen Dreh finden, gerade weil wir wussten, dass es ein B2B-Unternehmen wie Metro beim Recruiting von Entwicklern nicht sehr einfach haben würde", sagt Nuebel. Neben Metro haben nämlich mittlerweile viele große Unternehmen wie Mercedes, Bosch und Porsche eigene Tech-Hubs in Berlin aufgezogen und suchen händeringend nach fähigen IT-Fachkräften. Der Wettbewerb um das vorhandene Talent ist immens.

Fokussiert war die OoH-Kampagne (Visuals: bitteschoen.tv) auf die Stadtbezirke Berlin Mitte, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg und U- sowie S-Bahn-Höfe in den Außen- und Innenbezirken (Pendler). Außerdem wurden folgende Medien bedient: Social (Twitter, Facebook, Linkedin), Google (Youtube, Displaynetzwerk, Retargeting, Suchnetzwerk), Display (Programmatic, Targeting Berlin, Semantic und Personas) sowie Guerilla-Maßnahmen (Stencils, Sticker, Laptop-Sticker, Postkarten). ron
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