"Snap Pixel" Mit diesem neuen Tool greift Snapchat den Performance-Markt an

Mittwoch, 01. November 2017
Snapchat greift den Performance-Markt an.
Snapchat greift den Performance-Markt an.
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Im Kampf um die digitalen Werbegelder hübscht sich Snapchat für Performance-Marketer auf. Wie das Unternehmen mitteilt, steht nun in der DACH-Region das neue Tool "Snap Pixel" zur Verfügung, mit dem Werbekunden in der App erstmals Conversions über alle Geräte hinweg tracken können. Snapchat will eigenen Angaben zufolge "eine Schlüssel-Plattform" im Bereich Performance Marketing werden.

Mit "Snap Pixel" sollen Werbungtreibende und Publisher künftig herausfinden können, ob Snapchatter beispielsweise eine bestimmte Website angesteuert haben, ein Produkt gekauft oder sich für einen Newsletter angemeldet haben, nachdem sie eine entsprechende Snap-Ad, eine Sponsored Lens oder einen Sponsored Geofilter angeschaut haben. Egal ob auf dem Smartphone, Tablet oder Desktop-Web.

Werbungtreibende weltweit können den "Snap Pixel" nun eigenmächtig über den im vergangenen Jahr gelaunchten Ad Manager einrichten und anschließend ihre Kampagnen nach bestimmten Conversions in Echtzeit tracken. Laut dem Unternehmen handelt es sich dabei aber noch um eine Beta-Phase. Zum Launch hat Snap die Measurement-Partner Kochava, Tune, Appsflyer, Singular und Adjust mit ins Boot geholt.
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Der nach dem Börsengang recht angeschlagene Betreiber Snap hatte in den vergangenen Monaten bereits einige Schritte unternommen, um den eigenen Service für Werbungtreibende attraktiver zu gestalten - vor allem im Bereich Measurements. Mit "Snap to Store" launchte das Unternehmen aus Los Angeles im April ein ortsbasiertes Tool, mit dem Advertiser herausfinden können, ob Snapchatter die stationären Läden besuchen, nachdem sie eine bestimmte Snap-Ad angeschaut haben.

Das Tool setzten als erstes die Schnellrestaurantkette Wendy's und der Mischkonzern 7Eleven ein - offenbar mit Erfolg. Laut Snap soll die Snap-Ad für ein Jalapeño Chicken Sandwich dafür gesorgt haben, dass mehr als 42.000 Menschen in den darauf folgenden sieben Tagen die Wendy's-Restaurants betraten. Für die Technologie hinter diesem Tool hatte Snap das auf Location-based-Marketing spezialisierte Start-up Placed für etwa 200 Millionen US-Dollar übernommen.

Die offenbar gelungene Werbe-Offensive der vergangenen Monate zeigte sich zuletzt auch in den Zahlen: Die US-Marktforscher von 4C Insights gaben erst vor wenigen Tagen bekannt, dass die Werbeerlöse von Snapchat im dritten Quartal um 73 Prozent gestiegen seien - so stark wie bei keinem anderen sozialen Netzwerk. Bei Instagram, das vor einem Jahr die Story-Funktion von Snapchat kopierte, soll das Wachstum bei 55 Prozent liegen. ron

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