Smart City Bill Gates baut angeblich eine intelligente Stadt in der Wüste

Montag, 13. November 2017
Bill Gates
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Wird der Microsoft-Gründer und zweitreichste Mensch der Welt jetzt zum Stadtgründer? Angeblich plant Bill Gates den Bau einer Smart City in Arizona. Land ist schon gekauft.
Reichster Mensch der Welt ist Bill Gates nicht mehr, diesen Titel hat ihm kürzlich Amazon-Boss Jeff Bezos geklaut. Aber über ein Vermögen von mehreren Milliarden US-Dollar verfügt der Microsoft-Gründer allemal noch. Jetzt soll Gates eine Smart City im US-Bundesstaat Arizona planen. Laut der regionalen Immobilienzeitschrift Business Real Estate Weekly zufolge hat eine von Gates‘ Investmentfirmen dort rund 100 Quadratkilometer Land im Wert von 80 Millionen US-Dollar gekauft. Einem Bericht des US-Newssenders KGW8 zufolge soll auf der Fläche, die rund 45 Minuten von Phoenix entfernt liegt, eine intelligente Stadt, eine sogenannte Smart City, entstehen. Die offenbar damit beauftragte Immobilien-Investmentfirma Belmont Partners ließ wissen, dass man eine „zukunftsorientierte Community“ mit moderner Kommunikation und Infrastruktur erschaffen wolle.

In der intelligenten Stadt soll es künftig digitale Hochgeschwindigkeitsnetze, Rechenzentren, neue Fertigungstechnologien und Distributionsmodelle sowie autonome Fahrzeuge und autonome Logistikzentren geben. Ungefähr ein Sechstel der Fläche soll für Büros, Läden und Fabriken zur Verfügung stehen, auch öffentliche Schulen werden gebaut. Außerdem soll es Platz für 80.000 Wohneinheiten geben. Die neue Stadt könnte also mindestens 150.000 Einwohner haben.
Wann der Bau der Stadt in der Wüste beginnen soll, wurde allerdings noch nicht bekanntgegeben, ebenso wenig wann die Stadt fertig sein soll. Dafür gibt es schon kritische Stimmen, etwa die des aus Arizona stammenden Kolumnisten Jon Talton. In der Seattle Times schrieb er, dass es in Arizona zu wenig Wasser für ein solches Vorhaben gebe. Außerdem leide Phoenix schon jetzt sehr unter Luftverschmutzung.

Eine Smart City in der Wüste zu errichten, ist aber keine neue Idee. In Saudi-Arabien etwa soll Ex-Siemens-Chef Klaus Kleinfeld für den Bau der Smart City „Neom“ mitverantwortlich sein. Das Projekt soll rund 500 Milliarden US-Dollar kosten. EIner der Investoren soll Virgin-Chef Richard Branson sein. In „Neom“ soll nahezu alles automatisiert und IT-basiert ablaufen, die Einkäufe etwa werden per Drohne geliefert. Die Energieversorgung soll ausschließlich durch Wind- und Sonnenenergie abgedeckt werden.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf t3n.de

Bild: t3n
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