Shazam So nutzt Porsche als erster deutscher Kunde die Augmented-Reality-Funktion

Donnerstag, 28. September 2017
Shazam ging im März mit einer AR-Funktion an den Start
Shazam ging im März mit einer AR-Funktion an den Start
© Shazam

Seit März haben Werbungtreibende bei der Musikerkennungs-App Shazam die Möglichkeit, Augmented-Reality-Funktionen einzusetzen. Wie nun bekannt wird, nutzt Porsche als erster deutsche Kunde dieses neue Tool. Für das Unternehmen Shazam, das im Juli sein erstes Deutschland-Büro eröffnete, ist das der Startschuss für eine Offensive im hiesigen Markt.
In der heutigen Ausgabe der Zeitschrift "Auto Motor und Sport" ist eine Anzeige des Stuttgarter Sportwagenherstellers zu sehen, in der auf einem Zeitstrahl die Geschichte des Unternehmens erlebbar gemacht werden soll. Das funktioniert mit einem sogenannten Shazam-Code, den die Zeitschriften-Leser mit ihrem Smartphone und der Shazam-App scannen können. Auf der Anzeige sind bis zu acht verschiedene Sportwagen mit jeweils unterschiedlichem Content scanbar. Die App erkennt, welches Modell im Fokus des Betrachters steht und spielt das dazu passende Video ab.
So sieht die Porsche-Anzeige in der "Auto Motor Sport" aus.
So sieht die Porsche-Anzeige in der "Auto Motor Sport" aus. (Bild: Auto Motor Sport)
Das kreative Konzept für Print und Digital stammt von der weltweiten Leadagentur Kemper Kommunikation aus Frankfurt. Unterstützung bei der digitalen Umsetzung lieferte die Digitalagentur UDG aus Ludwigsburg. "Die zwei Anzeigen verbinden Print und Digital nahtlos. Die AR-Technologie von Shazam, kombiniert mit seiner großen aktiven User-Basis, hat uns restlos überzeugt und wurde so ein wichtiger Bestandteil unserer Kampagnenkonzeption", sagt Christoph Tratberger, Creative Officer von Kemper Kommunikation. Das zweite Werbemittel von Porsche erscheint im Heft Nummer 22 vom 12. Oktober und soll erstmals zwei Anzeigen miteinander verknüpfen. Die erste Anzeige ist mit der AR-Technologie von Shazam scanbar. Digital wird dem Leser dann vorgeschlagen eine Softversion der Porsche Connect App zu nutzen und wird durch die Navigation auf die zweite Anzeige im Heft verwiesen. Dort wird der neue Cayenne mit den neuen Vorteilen von Porsche Connect prominent präsentiert.

Für Shazam ist der Gewinn von Porsche als Werbekunden ein großes Signal und der Startschuss für die Offensive in Deutschland. "Wir freuen uns natürlich besonders, dass eine Weltmarke wie Porsche als erstes Unternehmen hierzulande unsere AR-Plattform nutzt", sagt Richard Harless, der für den hiesigen Markt bei Shazam verantwortlich ist.
Shazam
Bild: Robert Lehmann

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Erst im Juli eröffnete Harless in Berlin das erste Shazam-Büro in Kontinentaleuropa. Im Interview mit HORIZONT Online, dass die Briten nun hierzulande in der Vermarktung ordentlich zulegen wollen. Die Nutzerbasis ist längst geschaffen: "Im vergangenen Monat haben immerhin 7,3 Millionen Deutsche unsere App genutzt und mehr als eine Million Mal einen Song shazamt", so Harless.

Die Augmented-Reality-Plattform hatte Shazam im März dieses Jahres gelauncht. Sie soll eine stärkere Einbindung der Nutzer ermöglichen und so Marken besser erlebbar machen. Verschiedene Marketingtools wie beispielsweise Produkte, Verpackungen, POS-Aktionen, Anzeigen, Events können dabei interaktiv gestaltet werden. Grundlage sind spezielle Shazam-Codes, die über die App gescannt werden und dann nahtlose AR-Erfahrungen wie 3D-Animationen, Produktvisualisierungen, Mini-Spiele oder 360-Grad-Videos liefern. ron
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