Salesforce-Manager Bernd Wagner Deshalb sind die beiden KIs Einstein und Watson jetzt beste Freunde

Donnerstag, 21. September 2017
Salesforce-Manager Bernd Wagner im Video-Interview
Salesforce-Manager Bernd Wagner im Video-Interview
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Seit März sind Einstein und Watson beste Freunde. Die beiden Künstlichen Intelligenzen von Salesforce und IBM werden miteinander verschmolzen, um den Kunden der beiden Tech-Riesen noch bessere Produkte anbieten zu können. "Wir sind natürlich nicht in jedem Bereich Konkurrenten", begründet Bern Wagner, verantwortlich für das Deutschlandgeschäft der Salesforce Marketing Cloud, im Video-Interview mit HORIZONT Online und Turi2 diese doch ungewöhnliche Partnerschaft.
"Wir machen das, um unseren Kunden bessere Lösungen anbieten zu können", so Wagner im Interview am Rande der Dmexco in Köln. Mit der Marketing Cloud können Salesforce-Kunden ihre Kundendaten bearbeiten, Kampagnen planen und mit Einstein auch Use-Case-basiert mit Künstlicher Intelligenz analysieren. Watson soll diese Kundendaten nun beispielsweise mit Wetter-, Gesundheits-, Finanz- oder demographischen Daten anreichern. Ein Beispiel: The Weather Company, ein IBM-Unternehmen, wird künftig an die Plattform Salesforce AppExchange angeschlossen. Ein Versicherungsunternehmen könnte dadurch etwa aktuelle Wetterdaten von IBM in Salesforce überführen und dann automatisch Sicherheitshinweise an Kunden versenden, die ein hohes Risiko haben, beispielsweise von einem Tornado überrascht zu werden.

Salesforce-CEO Marc Benioff zeigte sich bei der Verkündung der Partnerschaft im März glücklich über den Zusammenschluss beider Konzerne: "Ich bin begeistert über die Allianz mit IBM. Kein Unternehmen hat ähnlichere zentrale Werte wie die von Salesforce. Die Allianz ist das beste aus beiden Welten." Und auch Wagner ist optimistisch: "Es gibt eine Vielzahl von Use-Cases für verschiedene Industrien, wo die beiden Technologien gemeinsam eingesetzt werden können und einen Mehrwert schaffen."

Aufgrund des gut laufenden Geschäfts mit Cloud- und KI-Services hatte Salesforce zuletzt seinen Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr erneut angehoben. Der SAP-Rivale rechnet nun mit einem Umsatz von 10,35 bis 10,4 Milliarden Dollar. Salesforce hatte im vergangenen Quartal ein Umsatzplus von 25,8 Prozent verbucht und die Markterwartungen übertroffen.

Erst vor zwei Wochen hatten zwei weitere Tech-Schwergewichte eine enge Partnerschaft verkündet: Adobe und Microsoft. Die beiden Konzerne wollen sich im Cloud-Geschäft gegen Salesforce, IBM, Amazon, Google und Co wappnen und verschmelzen zahlreiche Dienste für Geschäftskunden miteinandner. So sollen Nutzer dann beispielsweise in der Lage sein, Dokumente in MS Word, Powerpoint und Outlook mit der Hilfe von Adobe Sign elektronisch zu unterschreiben. Durch die Integration von Microsoft Teams können die signierten Dokumente dann innerhalb des Kollegenkreises vergleichsweise einfach versendet werden. ron
 
 
 
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