Programmatic Advertising The Trade Desk geht an die Börse

Donnerstag, 22. September 2016
Sacha Berlik verantwortet das Europageschäft von The Trade Desk
Sacha Berlik verantwortet das Europageschäft von The Trade Desk
Foto: The Trade Desk
Themenseiten zu diesem Artikel:

Maxpoint Sacha Berlik Programmatic Advertising Nasdaq


Als an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gestern Abend die Schlussglocke geläutet hat, knallten auch in Hamburg die Sektkorken: The Trade Desk, einer der derzeit am schnellsten wachsenden Demand-Side-Platform-Anbieter, feiert den Börsengang. "Es ist ein extrem wichtiger Tag für uns", sagt Europachef Sacha Berlik im Gespräch mit HORIZONT. "Aber jetzt geht die Arbeit erst richtig los."
Nach dem Local-Advertising-Spezialisten Maxpoint ist The Trade Desk seit März 2015 das erste Adtech-Unternehmen, das den Schritt an die Börse wagt. Seit 2009 bietet The Trade Desk über seine Buy-Side-Plattform Media-Einkäufern von Agenturen Zugang zu jedem verfügbaren Inventar, das programmatisch gehandelt wird. Dabei adressiert das Unternehmen, das 2013 in Hamburg seine deutsche Niederlassung eröffnet hat, nicht nur die klassischen Kanäle wie Display, Mobile und Online-Video. Es bietet seinen Kunden auch Zugang zu Native-, Social- und Audio-Inventar sowie, allerdings nur in den USA, zu linearem TV. 
In Deutschland profitiert The Trade Desk vom rasant wachsenden Programmatic-Markt und der hohen Nachfrage vor allem seitens mittelgroßer Agenturen. Vor allem das Thema Omni-Channel werde wichtiger, sagt Berlik: "Wir wollen mit unserer Plattform auch der zunehmenden Fragmentierung des Marktes entgegenwirken. Deshalb kumulieren wir verschiedene Technologien und ermöglichen es unseren Kunden, auf verschiedene Anbieter zuzugreifen." Mediaagenturen wie Mediascale und Pilot gehören hierzulande zu den Partner von The Trade Desk, international zählen mit den Trading Desks der Group M (Xaxis), von Dentsu Aegis (Amnet), IPG (Cadreon) und der Omnicom Group (Accuen) einige der größten globalen Mediaagenturen zum Kundenstamm.


Vom Börsengang erwartet sich der Managing Director EMEA nun nicht nur einen leichteren Zugang zum Kapitalmarkt, sondern auch eine noch höhere Innovationsgeschwindigkeit. "Wir gehen den Schritt als profitables Unternehmen", sagt Berlik. Künftig wolle man vor allem ein Enabler sein, der neue Technologien zugänglich für den programmatischen Markt macht. kan
Meist gelesen
Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
stats