Oculus Ikea bringt seinen Möbel-Katalog in die virtuelle Realität

Montag, 28. August 2017
Ikea hat einen "begehbaren" Möbel-Katalog entwickelt
Ikea hat einen "begehbaren" Möbel-Katalog entwickelt
© Demodern
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Gemütlich vom heimischen Wohnzimmer aus in die Ikea-Welt eintauchen und nach neuen Möbeln Ausschau halten - ganz ohne einen gedruckten Ikea-Katalog. Das will das schwedische Möbelhaus nun ermöglichen und hat dafür eine Virtual-Reality-Anwendungen ins Leben gerufen. Das sogenannte "Ikea VR-Einrichtungserlebnis" kann über die VR-Brille der Facebook-Tochter Oculus verwendet werden.

In der virtuellen Ikea-Welt können Nutzer einer Mitteilung zufolge verschiedene Produkte wie Sofas, Tische oder Küchenzeilen kombinieren und je nach Gusto konfigurieren. Die VR-Anwendung ist das neueste Projekt von der in Köln und Hamburg ansässigen Digitalagentur Demodern und wurde vor wenigen Tagen während der Präsentation des neuen Ikea-Katalogs 2018 in Hamburg vorgestellt.

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Ab Oktober soll das virtuelle Möbelerlebnis für Oculus-Besitzer verfügbar sein - also für eine vergleichsweise kleine Nutzergruppe. Wer eine solche Datenbrille nicht besitzt, soll demnächst im Ikea-Einrichtungshaus Berlin-Lichtenberg auf den Geschmack kommen können, wo die Oculus-Brillen zur Verfügung stehen. Weitere Filialen sollen folgen. "Digitale Innovationen und Technologien wie VR und AR nehmen einen festen Platz in der Kommunikationsstrategie vieler Unternehmen und Marken ein. Umso mehr freuen wir uns, dass auch Ikea gemeinsam mit Demodern neue Wege einschlägt", sagt Demodern-Geschäftsführer Alexander El-Meligi. Gleichzeitig ist das "Ikea VR-Einrichtungserlebnis" laut Demodern eine der ersten VR-Anwendungen, die einen Omnichannel-Ansatz integriert: Alle Ikea-Produkte können vom Nutzer virtuell konfiguriert, favorisiert und auf einen Merkzettel übertragen werden. Dieser lässt sich wiederum für den weiteren Einkauf im Ikea-Onlineshop oder im Einrichtungshaus auf das Smartphone laden.

Das Projekt baut auf den Erfahrungen einer im Herbst vergangenen Jahres realisierten VR-Anwendung "Virtual Home Experience" auf. Die Besucher des Möbelhauses in Berlin-Lichtenberg konnten dort durch die Installation von drei Stationen mit fest installierten Oculus Rift CV1-Brillen die Möglichkeiten von Virtual Reality erleben.

Aber auch an Augmented Reality, also der erweiterten Realität, haben die Schweden offenbar Interesse gefunden. Im Juni kündigte das Unternehmen eine Augmented-Reality-App an, mit der Nutzer einen Schrank oder ein Sofa virtuell im Raum platzieren können. Die notwendige Technologie liefert niemand geringeres als Apple. Wie Michael Valdsgaard, verantwortlich für Ikeas digitale Transformation, gegenüber der schwedischen Website digital.di damals mitteilte, will die weltweit erfolgreichste Möbelhauskette mit der Augmented-Reality-App das Einkaufserlebnis verbessern. "Das ist die erste AR-App, die eine verlässliche Kaufentscheidung erlaubt", so Valdsgaard.

Dem Ikea-Manager zufolge sollen Möbel mit der Anwendung millimetergenau im Raum platziert werden können. Eine ähnliche Funktion gab es zwar bereits in der Ikea-Katalog-App, die neue App soll aber weitaus genauer sein. Eventuell könnten die Möbelstücke zudem innerhalb der App gekauft werden. Das sei aber noch nicht ganz sicher. Starten soll die App möglichst noch zum Launch des neuen Betriebssystems iOS 11, das sei aber laut Valdsgaard eher unwahrscheinlich. ron

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