Neufund DHDL-Juror Frank Thelen steigt in Blockchain-Start-up ein

Dienstag, 05. Dezember 2017
Frank Thelen ist Juror bei der Vox-Sendung "Die Höhle der Löwen"
Frank Thelen ist Juror bei der Vox-Sendung "Die Höhle der Löwen"
© Frank Thelen
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Frank Thelen, der Start-up-Investor aus der Vox-Sendung "Die Höhle der Löwen", hat sich an einem deutschen Blockchain-Start-up beteiligt. Einem Medienbericht zufolge steckt Thelen "mehrere Millionen Euro" in das Unternehmen Neufund. Der 42-jährige glaubt, dass Neufund eine ähnliche Erfolgsgeschichte werden kann wie das Münchner Lufttaxi-Start-up Lilium Aviation, in das er vor einigen Jahren als erster investierte.

Neufund macht sich die Blockchain-Technologie zu nutze. Die Blockchain steckt hinter der Kryptowährung Bitcoin und wird auch als digitaler Kontoauszug bezeichnet. In den miteinander verketteten Blöcken sind alle jemals getätigten Transaktionen abgespeichert und öffentlich einsehbar. Mit Verschlüsselungstechniken wird gewährleistet, dass nur die Eigentümer der Bitcoins Transaktionen vornehmen können. Außerdem wird sichergestellt, dass eine Bitcoin-Einheit nur einmal ausgegeben werden kann.

Das Berliner Start-up Neufund nutzt diese Blöcke, um dort die Verträge über den Verkauf der Anteile zu speichern. Im Frühjahr wolle die Firma eine digitale Plattform ins Leben rufen, über die man Unternehmensanteile leicht und schnell verkaufen kann - und zwar ohne dass jedes Mal ein Notar und das Handelsregister bemüht werden müssen. "Das wird die Art und Weise, wie Firmenanteile verkauft und gekauft werden, völlig verändern", zitiert die Süddeutsche Zeitung Thelen, "künftig lohnen auch sehr kleine Transaktionen." Interessant sei das zunächst für Start-ups, die sich Geld beschaffen wollen, später auch für große Firmen.

Thelen ist unter anderem auch am Münchner Lufttaxi-Start-up Lilium beteiligt. Der deutsche Entwickler von Elektroflugzeugen hatte sich im September 90 Millionen Dollar frisches Geld bei Investoren besorgt. Die Firma entwickele ein fünfsitziges Flugzeug, das in Serie gehen solle, sagte Mitgründer und Chef Daniel Wiegand damals. Mit der ersten Geldspritze von gut zehn Millionen Dollar hatte Lilium einen Prototypen entwickelt und getestet, der senkrecht starten und landen kann. ron

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