Nackenschlag für Apple Kunden achten bei smarten Lautsprechern auf den Preis, nicht auf Klangqualität

Montag, 19. Juni 2017
Homepod: Last come, first serve?
Homepod: Last come, first serve?
Foto: Apple

Diejenigen, die sich für einen smarten Lautsprecher interessieren, achten beim Kauf vor allem auf den Preis, die Klangqualität spielt eine untergeordnetete Rolle. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie der Beratungsfirma Morning Consult. Kein gutes Zeichen für den Apple-Konzern, der bei seinem Echo-Konkurrenten Homepod in erster Linie mit guten Sound überzeugen will.

Morning Consult fragte in der zweiten Juni-Woche 2200 Erwachsene US-Bürger, welche Eigenschaften von smarten Lautsprechern kaufentscheidend sind. Heraus kam dabei unter anderem, dass die Klangqualität der Geräte keine wichtige Rolle spielt. Das wichtigste ist der Preis: Für 79 Prozent der Befragten ist dies das zentrale Kaufargument, 63 Prozent schauen überdies auf die Marke. Danach folgen erst Klangqualität, Kompatibilität mit anderen Geräten und Genauigkeit der Spracherkennung.

Das Ergebnis dürfte Apple nicht wirklich gefallen, denn das Unternehmen aus Cupertino will mit seinem smarten Lautsprecher Homepod vor allem Musik-Fans für sich gewinnen, die besonders viel Wert auf guten Sound setzen. "Mit dem iPod haben wir das Musikhören unterwegs revolutioniert und 1000 Songs in die Hosentasche gebracht. Mit dem HomePod wollen wir nun den Musikgenuss zu Hause neu erfinden", sagte Apple-Chef Tim Cook am Montag auf der Entwicklerkonferenz WWDC in San Jose, Kalifornien.

Im Homepod stecken ein Basslautsprecher und sieben Hochtöner mit Richtstrahl-Fähigkeiten, die für einen satten Sound sorgen sollen. Dank dem Apple-Chip A8 soll der Klang in jedem Raum optimal ankommen. Ob das tatsächlich gelingt, werden später Tests zeigen. Das 18 Zentimeter hohe HomePad kann aber nicht nur Musik abspielen, sondern beispielsweise per Sprachbefehl die Temperatur einer vernetzten Heizung oder Klimaanlage regeln. Mit 349 Dollar ist das Apple-Gerät fast doppelt so teuer wie der Konkurrent aus Seattle. ron

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