Marketplace Facebook bringt Kleinanzeigen-Plattform nach Deutschland

Dienstag, 15. August 2017
Deborah Liu leitet Marketplace
Deborah Liu leitet Marketplace
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Facebook wird auch in Deutschland ein Stück mehr zum Konkurrenten für Ebay und andere Kleinanzeigen-Plattformen. Das weltgrößte Online-Netzwerk startet seinen im Oktober 2016 in den USA eingeführten Dienst Marketplace hierzulande und in 16 weiteren Ländern in Europa. Bei Marketplace können Facebook-Nutzer Dinge zum Verkauf anbieten und nach Artikeln suchen, für die sie sich interessieren. 

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Marketplace wird zusätzlich zu den sogenannten "Kaufen- und Verkaufen"-Gruppen eingeführt, die Facebook im Februar 2015 launchte. Laut Deborah Liu, bei Facebook als Vice President für Marketplace zuständig, sind inzwischen mehr als 550 Millionen Menschen weltweit jeden Monat in diesen Gruppen aktiv. Mit dem Launch von Marketplace will es Facebook seinen Nutzern künftig noch einfacher machen, ihre Artikel auf Facebook lokal und privat zu verkaufen. Die Kaufen- und Verkaufen-Gruppen sollen weiterhin "eine wichtige Rolle" auf Facebook spielen. "Verkäufer, die bislang in Gruppen aktiv waren, erhalten nun die Möglichkeit, ihre Artikel gleichzeitig im Marketplace einzustellen, um so mehr Menschen zu erreichen", sagt Lui. Um die neue Funktion zu nutzen, müsse man lediglich auf das neue Marktplatz-Symbol tippen. Die Angebote sind dabei aktuell nur in den Landesgrenzen sichtbar. Allerdings suchten die meisten Nutzer ohnehin in ihrer Umgebung, sagt Liu. 

Während in den USA über den Bezahlservice von Facebooks Kurzmitteilungsdienst Messenger Geld für die Artikel überwiesen werden kann, bietet Facebook zur Marketplace-Einführung in Europa keine Bezahlwege an. Die Nutzer müssen die Details untereinander ausmachen.

Eine Gebühr für die Geschäfte gibt es nicht. Facebook machte zwar einen Test mit Anzeigen in Marketplace in den USA, derzeit sei es aber nicht geplant, Werbung einzuführen, sagte Liu. Facebook macht keine Angaben dazu, wie viele Deals bisher über Marketplace  zustandekamen. Es hieß aber, allein im Mai seien 18 Millionen Artikel auf der Plattform eingestellt worden. mas/dpa

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