Künstliche Intelligenz Warum IBMs Supercomputer Watson für Toyota Tausende Spots entwickelt

Mittwoch, 24. Mai 2017
Der Toyota Mirai wird mit der Hilfe von Künstlicher Intelligenz beworben.
Der Toyota Mirai wird mit der Hilfe von Künstlicher Intelligenz beworben.
© Screenshot Youtube / Toyota
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Das Wasserstoff-Fahrzeug Mirai ist das Zukunftsmodell von Toyota. Passenderweise bewerben die Japaner das Auto nun auf Facebook mit der Hilfe von IBM Watson. Nachdem der Supercomputer fast drei Monate für die Kampagne trainiert wurde, kann er Tausende verschiedene Käufertypen mit individuellen Spots ansprechen.
Für die Facebook-Kampagne mit dem Namen "Thousands of Ways to Say Yes" hatte IBM Watson zuvor erst einmal lernen müssen, passende Satzteile sinnvoll aneinanderzureihen. Gefüttert wurde die Künstliche Intelligenz von Saatchi Los Angeles, die laut "Adweek" 50 Skripte schrieben, die Watson als Trainingsgrundlage dienten. Die Skripte basieren auf verschiedenen Location-, Verhaltens- und beruflichen Daten und beschreiben den Toyota Mirai mit jeweils unterschiedlichen Attributen.
Watson lernte aus diesen Skripten und war nach drei Monaten Training in der Lage, eigene Sätze zu formulieren, mit denen potenzielle Mirai-Käufer angesprochen werden können und die so klingen, als ob sie von Menschen formuliert wären. Herausgekommen sind etwa die Slogans "Yes, it's a zero emission vehicle", "Yes, it's mother nature approved", "Yes, the car is an ode to tech" und "Yes, the future is available now". Die kurzen Werbespots werden seit vergangener Woche auf Facebook ausgestrahlt.
Doch die Anfänge waren schwer. Watson hatte offenbar Probleme damit, Satzteile sinnvoll miteinander zu verknüpfen. Wie Saatchi-Kreativchef Chris Pierantozzi gegenüber "Adweek" erklärt, habe Watson in den ersten Versuchen Sätze wie "Yes, probably in this out we saw can I realized in college to cook applied into the" ausgespuckt. Erst nach einer Weile Feinjustierung sind sinnvolle Sätze aus der Maschine gekommen.
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Bild: Fotolia: Christian Müller

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"Als wir angefangen haben, uns die potenziellen Interessenten für das Auto anzuschauen, realisierten wir, dass es vor allem Anwender neuer Technologien sind", erklärt Pierantozzi den Grund für die Bemühungen um die Watson-Kampagne. "Wir wollten also eine Kampagne für fast jeden einzelnen potenziellen Käufer schaffen." Für Saatchi LA war dies bereits die zweite KI-Kampagne. Im Januar kreierte die Agentur eine ähnliche Facebook-Kampagne für den Toyota RAV4 Crossover. ron
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