Kooperation IBM und Accenture eröffnen Zentrum für künstliche Intelligenz

Mittwoch, 30. November 2016
Das KI-Zentrum befindet sich im Future Camp von Accenture in Kronberg.
Das KI-Zentrum befindet sich im Future Camp von Accenture in Kronberg.
© Accenture

Zwei Schwergewichte machen gemeinsame Sache bei künstlicher Intelligenz (KI): Der IT-Riese IBM und das Beratungsunternehmen Accenture haben in Kronberg bei Frankfurt ein Kompetenzzentrum für aufstrebende Technologien wie KI und Internet of Things (IoT) eröffnet.
In diesem Zentrum wollen IBM und Accenture anderen Unternehmen die Möglichkeit bieten, konkrete Anwendungsbeispiele der IBM Watson- und Bluemix-Technologie auszuprobieren. In sogenannten "Design Thinking Workshops" soll zudem gezeigt werden, wie Unternehmer diese Technologien für ihr Geschäft nutzen können. Dass IBM und Accenture zusammenarbeiten ist aber per se nichts Neues: Seit über 15 Jahren kooperieren die beiden Konzerne in einer Allianz namens "Accenture Center for IBM Technologies" (ACIT). Das Kompetenzzentrum für KI ist integriert in das sogenannte Future Camp, das Accenture im September in der Kronberger Firmenzentrale eröffnet hatte. Dabei handelt es sich um einen Ort, an dem die schnelle Erstellung von Protoypen (Rapid Prototyping) für digitale Services und Anwendungen im Fokus steht. Heißt: Softwareentwickler, 3D-Artists und Spezialisten für Gamification setzen innerhalb von nur wenigen Wochen oder auch Tagen eine im Workshop geborene Idee in funktionierende Prototypen um. In der technischen Umsetzung der Ideen kommen laut Accenture unter anderem Cloud-Technologien und -Plattformen, Rapid-Application-Development-Methoden wie Agile und DevOps, intelligente Automatisierung und leichtgewichtige Software-Frameworks zum Einsatz. "Mit dem Future Camp haben wir eine einzigartige Umgebung für unsere Kunden geschaffen, in denen sie ihre kreativen Ideen austauschen, neue Technologien selber ausprobieren und einen Blick auf die digitalen Angebote der Zukunft werfen können", sagt Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung von Accenture Deutschland.

"In den nächsten zwanzig Jahren wird künstliche Intelligenz unsere Wirtschaft und unsere Art zu arbeiten mehr denn jede andere Technologie in den jüngeren Vergangenheit verändern", begründet Accenture die Eröffnung des Kompetenzzentrums in einer offiziellen MItteilung. Als starker Industriestandort werde Deutschland von der Nutzung intelligenter Roboter und selbstlernender Maschinen profitieren. Gerade im Dienstleistungsbereich gäbe es zahlreiche Einsatzmöglichkeiten für künstliche Intelligenz, sei es die Beantwortung von Kundenanfragen durch virtuelle Agenten oder die Automatisierung von dokumentationspflichtigen Abläufen.

Dass künstliche Intelligenz eine Schlüsselrolle für das deutsche Wirtschaftswachstum einnehmen wird, bestätigte sich Accenture erst vor wenigen Tagen in einer Studie selbst. Demnach stehe Deutschland dank intelligenter Roboter und selbstlernender Maschinen vor einem großen Wachstumsschub, heißt es. Das Beratungsunternehmen prognostiziert in der Studie bis 2035 einen Anstieg des Wirtschaftswachstums um jährlich drei Prozent durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Das wäre mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Basisszenario mit einer Wachstumsrate von 1,4 Prozent pro Jahr. ron
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