IBM iX und Salesforce Warum Einstein und Watson gemeinsame Sache machen

Donnerstag, 14. September 2017
IBM-Global-Leader Paul Papas hat mit Watson Großes vor
IBM-Global-Leader Paul Papas hat mit Watson Großes vor
© IBM

Lange galten die beiden als erbitterte Konkurrenten bei der Entwicklung einer künstlichen Intelligenz, die vor allem im Marketingbereich einen entscheidenden Mehrwert bringt: IBM iX hatte hier mit Watson die Nase vorn, Salesforce konterte kurze Zeit später mit einem nicht minder intelligenten System namens Einstein.

Auf der Dmexco sind Paul Papas, Global Leader von IBM iX, und Jon Suarez-Davis, Chief Strategy Officer Marketing Cloud von Salesforce, nun gemeinsam vors Mikrofon getreten, um über ihre im März 2017 geschlossene Kooperation zu berichten. „Wir haben festgestellt, dass unsere Systeme sehr komplementär sind und es deshalb durchaus sinnvoll ist, Kräfte zu bündeln.“

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Bild: Dmexco

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#Seit Anfang September ist die IBM Integration Cloud erstmals für Salesforce verfügbar. Die neue Lösung ermöglicht eine direkte Verbindung zu On-Premise- und Cloud-basierten Datenquellen innerhalb von Salesforce. Anwender können Daten aus unterschiedlichen Quellen darüber direkt in Salesforce nutzen und leistungsfähige Integrationen zwischen verschiedenen Datenquellen erstellen. Diese Anbindung soll sich laut Salesforce innerhalb weniger Minuten realisieren lassen. Salesfoce-Manager Suarez-Davis erklärt die Kooperation am Beispiel des Kunden U.S. Bank: Hier können Anlageberater nun Kundendaten wie Investitionen oder Risiko-Profile zusammenführen und mit allgemeinen Wirtschaftsdaten über die Cloud-Integration direkt in Salesforce abgleichen um dann bessere Entscheidungen für den Kunden zu treffen.
„Wenn der Kunde eine gute Erfahrung macht, ist es ihm letztlich egal, ob er die einem Menschen oder einem Roboter verdankt.“
Paul Papas
Künstliche Intelligenz müsse nicht als Bedrohung verstanden werden, sondern eher als künstliche Erweiterung der menschlichen Fähigkeiten, stellt Papas fest. „Wir trainieren Watson dahingehend, dass er die Menschen in unterschiedlichen Industriebereichen unterstützt - das fängt bei der Medizin an und geht bis hin zur Unterhaltungsindustrie.“

Für den Marketing-Bereich würden dabei die gleichen Regeln gelten wie seit jeher im Marketing: „Wir fokussieren uns auf ein möglichst positives Kundenerlebnis und darauf, dem Konsumenten einen Mehrwert zu bieten. Wenn der Kunde eine gute Erfahrung macht, ist es ihm letztlich egal, ob er die einem Menschen oder einem Roboter verdankt“, ist Papas überzeugt. bu

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