Hohe Marge für Apple So viel kostet das neue iPhone X in der Produktion

Montag, 18. September 2017
Das neue iPhone X hat eine Gesichtserkennungsfunktion
Das neue iPhone X hat eine Gesichtserkennungsfunktion
© Apple
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Das iPhone X mit 256 Gigabyte Speicher soll Apple in der Herstellung knapp 430 US-Dollar kosten. In den Verkauf kommt das Smartphone für 1.149 US-Dollar – eine Marge von rund 700 US-Dollar.
Dass Apple mit seinen iPhones eine vergleichsweise hohe Marge einstreicht, ist bekannt. Das zeigen die Berechnungen der möglichen Kosten für die einzelnen Komponenten, die zuverlässig nach jeder Vorstellung eines neuen Premium-Smartphones aufgestellt werden. Beim iPhone 5s etwa sollen die Kosten für die Bauteile und die Produktion rund 199 US-Dollar für die 16-Gigabyte-Variante betragen haben. Das Gerät kam für 649 US-Dollar auf den Markt. Jetzt die chinesische Seite ichunt.com eine Liste mit den wahrscheinlichen Komponentenpreisen für das iPhone X erstellt. Demnach kosten die Komponenten für die 256-Gigabyte-Variante des neuen Apple-Smartphones fast 413 US-Dollar. Am teuersten ist dabei das neue OLED-Display von Samsung, das mit ungefähr 80 US-Dollar zu Buche schlägt. Ebenfalls nicht günstig sind die Glasoberflächen für die Vorder- und Rückseite, die 53 US-Dollar kosten. 45 US-Dollar sollen die Zulieferer für den NAND-Speicher verlangen. Für die Auftragsfertigung in den Fabriken von Foxconn, Wistron und Pegatron dürfte Apple laut Schätzungen der Online-Newsseite Winfuture.de noch einmal 15 US-Dollar zahlen. Damit steigt der Preis für die Herstellung auf knapp 430 US-Dollar.
iPhoneX
Bild: Screenshot apple.com

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Nicht miteingerechnet sind in dieser Aufstellung der Komponenten die Kosten für Logistik, Verpackung, Zubehör, Entwicklung oder Marketing. Dennoch dürfte Apple bei einem Nettopreis von 1.149 US-Dollar (256 Gigabyte Speicher) für das iPhone X – in den meisten US-Bundesstaaten werden noch Steuern draufgeschlagen – mit jedem verkauften Gerät einen nicht unerheblichen Profit machen.

Im letzten Quartal 2016, mit dem neuen iPhone 7 und dem wichtigen Weihnachtsgeschäft, meldete Apple etwa 78,3 Millionen verkaufte iPhones. Ebenfalls wichtig zur Einordnung: Mit dem iPhone sammelte Apple im Herbst 2016 rund 91 Prozent der weltweiten Smartphone-Gewinne ein. Innerhalb eines Dreimonatszeitraums dürften so rund 8,5 Milliarden US-Dollar auf den iPhone-Hersteller mit Hauptsitz in Cupertino entfallen sein. Den Rest teilen sich die übrigen Smartphone-Hersteller, die zum überwiegenden Teil Android-Handys herstellen.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf t3n.de

Bild: t3n
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