Enfore Dieses Start-up will Unternehmen ohne IT-Abteilung digitalisieren

Freitag, 22. September 2017
Marco Börries, Gründer und CEO von Enfore
Marco Börries, Gründer und CEO von Enfore
© Enfore

Nach acht Jahren Entwicklungszeit hat der bekannte deutsche Start-up-Unternehmer Marco Börries am Freitag den Geschäftsbetrieb seiner jüngsten Firma enfore AG gestartet. Das Berliner Start-up richtet sich in Kooperation mit der Deutschen Telekom an kleine Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung, die im digitalen Zeitalter wettbewerbsfähig sein wollen.

Enfore bietet eine digitale Komplettlösung für kleine Unternehmen aus den Bereichen Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleistungen an, die für einen Kaufpreis von knapp 1000 Euro zu haben ist. Im Vergleich zu Konkurrenzsystemen sei der Anschaffungspreis deutlich günstiger, außerdem fielen keine monatlichen Gebühren an, erklärt enfore.

Börries sprach von einem Tag, auf den sein Unternehmen lange hingearbeitet habe. Enfore wolle über 200 Millionen kleinen Unternehmen weltweit die Tür ins digitale Zeitalter zu öffnen und ihnen dabei helfen, ihr Geschäft zu führen. "Kleine Unternehmen liegen mir am Herzen, weil ich den Wettbewerb und die Vielfalt mag", sagte Börries. Enfore tritt mit seiner Lösung zum einen gegen etablierte Anbieter von Kassen- und Shopsystemen wie Duratec oder Gastrofix an, aber auch gegen Start-ups wie SumUp, iZettle oder die US-Firma Square von Twitter-Mitgründer Jack Dorsey.

Börries galt in den 1980er Jahren als eine Art «Software-Wunderkind». Er entwickelte als Jugendlicher das Büroprogramm StarOffice, mit dem er Microsoft erfolgreich herausforderte. 1999 verkaufte Börries seine Firma Star Division für einen zweistelligen Millionenbetrag an den US-Computerkonzern Sun Microsystems. Später verantwortete er beim Internet-Pionier Yahoo die Mobil-Sparte.

Das aktuelle Angebot der enfore AG besteht aus einem Kassensystem ("enforeDasher") für knapp 800 Euro sowie einem WiFi-fähigen Kartenbezahlterminal ("enforePayPad") für knapp 200 Euro. Die Gebühren für die bargeldlose Zahlung per Kredit- oder EC-Karte lägen dabei deutlich unter dem Branchenniveau (0,79 Prozent für EC- und 1,19 Prozent für Kreditkartenzahlung). dpa

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