Chatbot Dr. Oetker startet Produktfinder für den Facebook-Messenger

Freitag, 10. November 2017
Dr. Oetker startet Produktfinder für den Facebook Messenger
Dr. Oetker startet Produktfinder für den Facebook Messenger
© Dr. Oetker

Die Lufthansa hat einen, Jägermeister auch, Zalando und Opel ebenso: einen Chatbot. Jetzt zieht Dr. Oetker nach und startet einen sogenannten Produktfinder für den Facebook-Messenger, der Verbrauchern bei der Suche nach bestimmten Bedarfsartikeln oder Supermarkt-Adressen behilflich sein soll. Problem nur: Viele Verbraucher können hierzulande mit dem Begriff "Chatbot" überhaupt nichts anfangen.

"Grüß dich! Schön, dass du da bist. Welches Produkt soll ich für dich suchen?" Mit diesen Worten begrüßt der "Dr. Oetker Produktfinder" bei Facebook ab sofort alle Verbraucher, die auf der Suche nach Informationen zu Produkten des Bielefelder Nahrungsmittelkonzerns sind. Sucht man beispielsweise nach "Tiefkühlpizza" schlägt der Chatbot dem Nutzer drei verschiedene Produkte aus der Kategorie Pizza vor. Antwortet man daraufhin mit einer Postleitzahl, sucht der Bot die Supermärkte in der Nähe, in denen die Produkte zu haben sind.

Das neue Tool soll laut Dr. Oetker deutschlandweit funktionieren und den Verbrauchern neben Telefon und E-Mail auch eine Live-Chat-Möglichkeit bieten. Das Familienunternehmen begreift sich mit dieser Maßnahme als Vorreiter seiner Branche. "Auf der Suche nach digitalen Trends in der Kundenkommunikation wurde uns klar, dass diese neue Möglichkeit ein enormes Potenzial für unsere Arbeit bietet", erklärt Bettina Prims, Leiterin des Verbraucherservice. Entstanden ist der Bot als Gemeinschaftsprojekt des Dr.-Oetker-Social-Media-Teams und dem KI-Start-Up Cognigy aus Düsseldorf.
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Bild: Fotolia

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In den vergangenen Monaten hatten bereits zahlreiche Unternehmen einen automatisierten Messengerdienst in ihr Marketing integriert. "Mildred" sucht für Lufthansa-Kunden nach günstigen Flügen, "Chad" vereinbart für Opel-Kunden individuelle Probefahrten und Jägermeister hatte gemeinsam mit ihrer Digitalagentur La Red Anfang des Jahres den ersten rappenden Chatbot - den Jäm Bot - entwickelt, mit dem Facebook-Nutzer individualisierte Rap-Videos an ihre Freunde schicken können.

Ob die Kommunikations-Roboter auch tatsächlich von den Konsumenten angenommen werden, ist indes unklar. Im September ergab eine repräsentative YouGov-Studie, dass Endverbraucher mit dem "Chatbot"-Begriff nämlich überhaupt nichts anfangen können. 69 Prozent der Deutschen haben davon noch nie etwas gehört. Dementsprechend erwarte fast jeder Vierte auch keine Verbesserung der Kommunikation mit Unternehmen.

Es gibt aber Grund zur Hoffnung: Rund die Hälfte der Deutschen steht der Studie zufolge einem Unternehmens-Chatbot grundsätzlich offen gegenüber. Die meisten dieser Befragten schätzen zum Beispiel den Vorteil, nicht an Öffnungszeiten gebunden zu sein oder in Warteschleifen am Telefon festzuhängen. ron

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