CES Deutscher Hersteller Revell will mit Kameradrohne den Selfiestick ablösen

Mittwoch, 04. Januar 2017
Die Kameradrohne C-Me soll dem Nutzer auf Schritt und Tritt folgen
Die Kameradrohne C-Me soll dem Nutzer auf Schritt und Tritt folgen
© Revell

Neben Internet of Things, Virtual Reality oder autonomen Fahrzeugen sind Drohnen auf der morgen startenden Elektronikmesse CES in Las Vegas ein großes Thema -  vor allem, wenn sie mit Kameras ausgestattet sind. Ausgerechnet das deutsche Traditionsunternehmen Revell, bekannt für Modellbausätze, präsentiert heute bei einer Vorabpräsentation der CES die fliegende Kamera "C-me" und will mit dem Gadget vor allem den ungeliebten Selfiestick abschaffen.

Bei der "C-me" handelt es sich um ein kompaktes Hightech-Gadget in der Größe eines Smartphones, das mit einer 8-Megapixel-Kamera ausgestattet ist und Bild- sowie Videoaufnahmen ermöglicht. Gesteuert wird die fliegende Kamera durch eine Smartphone-App, mit der verschiedene Flugmodi ausgewählt werden können. Per Knopfdruck in der App hebt "C-me" beispielsweise automatisch ab und schwebt wahlweise in einer Höhe von drei oder fünf Metern. Ebenso funktioniert das automatische Landen. Soll "C-me" wieder zum Fotografen zurückkehren, genügt ein kurzer Knopfdruck.

Das ist die Kameradrohne C-Me von Revell
Das ist die Kameradrohne C-Me von Revell (Bild: Revell)
Mit der fotografierenden Drohne, die ab April für knapp 200 Euro zu haben ist, reagiert Revell eigenen Angaben zufolge auf die aktuellen Entwicklungen im "Smartphone- und Selfie-Markt". Die Deutschen würden nämlich immer häufiger Selfies von sich schießen und diese in sozialen Netzwerken teilen. "Dabei haben sich aber auch die Ansprüche an das schnelle Selbstportrait um ein Vielfaches erhöht: Was noch vor kurzer Zeit einzig einer extrem jungen Zielgruppe als Mittel zur Selbstdarstellung diente, ist heute lebendiges Tagebuch, Chronik von Familienfeiern oder authentische Dokumentation der Erlebnisse von Reisenden und Entdeckern", teilt das Unternehmen mit. Das Problem: Die Deutschen würden Selfiesticks nur ungern verwenden, weil sie zu unpraktisch oder zu peinlich sind. Diese Lücke soll die "C-me" schließen.

Seine fliegende Kamera will Revell nicht als klassische Drohne verstanden wissen, sondern als ständiger Begleiter für Menschen, die ihren Alltag auf neue Art und Weise mit anderen teilen wollen. Damit begibt sich das Unternehmen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Bünde in ein neues Marktsegment. Der Hersteller, gegründet 1956, ist vor allem für seine Marktführerschaft im Plastikmodellbau bekannt und erwirtschaftet hohe zweistellige Millionenbeträge. Seit 2012 gehört Revell zur weltweit agierenden Hobbico-Gruppe mit Sitz in Champaign, Illinois/USA, dem weltweit der größte Anbieter und Hersteller von funkferngesteuerten Hobbymodellbauprodukten. ron

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