Bixby für neue Galaxy-Geräte Samsung will mit Sprachassistenten die Handynutzung revolutionieren

Montag, 20. März 2017
Das neue Samsung Galaxy S8 wird mit Bixby ausgestattet.
Das neue Samsung Galaxy S8 wird mit Bixby ausgestattet.
Foto: Evelaks

Lange wurde spekuliert, jetzt ist es offiziell: Samsungs neue Flaggschiffe Galaxy S8 und S8 Plus werden mit dem Sprachassistenten Bixby ausgestattet. Das gaben die Südkoreaner heute bekannt. Und Bixby soll nicht nur besser als alle anderen Sprachassistenten sein, sondern mal eben die Smartphone-Nutzung revolutionieren. Nach dem Note-7-Debakel kann Samsung ein neues Super-Smartphone gut gebrauchen.
Wischen, scrollen, doppelklicken, Knopf gedrückt halten: Die Bedienung von Smartphones, Tablets und anderen Geräten ist für viele Nutzer mittlerweile zu kompliziert geworden. Davon ist zumindest Samsung überzeugt. In einem heute veröffentlichten Blogbeitrag beschreiben die Südkoreaner die immer komplexer werdende Technologie als echtes Problem für die Branche und speziell für ihr Geschäft - und stellen sogleich eine Lösung vor: "Nicht die Menschen müssen lernen, wie mit der Technik umgegangen werden muss, sondern die Technik muss dies lernen und sich an uns anpassen", so das Unternehmen.
Seit vielen Jahren werkelt Samsung an einer künstlichen Intelligenz zur Lösung dieses Problems. Das Resultat heißt Bixby, Samsungs Nacholger von S-Voice und das Ergebnis des jüngst übernommenen Unternehmens Viv Labs. Der Sprachassistent, so kündigt das Unternehmen nun an, werde in die neuen Smartphones Galaxy S8 und S8 Plus integriert und soll die Smartphone-Nutzung laut Samsung mal eben revolutionieren. So können Nutzer die neuen Galaxy-Geräte, die am 29. März offiziell vorgestellt werden, mit der Stimme steuern, ohne das Gerät selbst zu berühren. Ähnlich wie es bei den smarten Lautsprechern Amazon Echo und Google Home bereits der Fall ist.

Bixby soll sich von anderen Sprachassistenten deutlich unterscheiden. Während Siri auf dem iPhone etwa nur bestimmte Befehle ausführen kann, soll Bixby auf alle Befehle gehorchen. Zudem soll Bixby in der Lage sein, den Kontext der Nutzung zu erfassen. Heißt: Bixby weiß, in welcher App sich der User gerade bewegt und passt seine Interaktionsmöglichkeiten mit dem Gerät (Touch oder Sprache) jeweils an - je nach dem, was für den Nutzer bequemer ist. Eine "Cognitive Tolernace" genannte Funktion erlaubt zu guter Letzt einen gewissen Spielraum bei der Äußerung von Sprachbefehlen. Während etwa Siri, Alexa und Co nur auf bestimmte Befehle reagieren, könne Bixby auch unvollständige Befhele verarbeiten.

Die ersten Bixby-Geräte werden die neuen Smartphones Galaxy S8 und S8 Plus sein, die am 29. März offiziell vorgestellt werden. "Das werden wir in Zukunft ausbauen", kündigt Samsung an. Smartphones sind nur der Anfang, später soll Bixby in alle Samsung-Geräte Einzug halten, also auch Fernseher und Waschmaschinen. Der Plan sei, ein Software Development Kit (SDK) zu veröffentlichen, mit dem Dritte ihre Applikationen Bixby-tauglich machen können - ähnlich wie das bereits Anbieter wie Amazon und Google handhaben. "Wir glauben, dass Bixby von einem Smartphone-Interface zu einem Interface für das ganze Leben werden kann." ron
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