Bitkom-Studie Cloud-Computing wird bei deutschen Unternehmen immer beliebter

Mittwoch, 15. März 2017
Unternehmen fragen Cloud-Dienstleistungen immer häufiger nach.
Unternehmen fragen Cloud-Dienstleistungen immer häufiger nach.
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Unternehmen in Deutschland stehen dem Cloud Computing immer positiver gegenüber - auch wenn das Thema Datensicherheit weiter groß geschrieben wird. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Bitkom. Anbieter verzeichnen einen kräftigen Anstieg der Nachfrage.

Unternehmen in Deutschland haben einen stark steigenden Bedarf an der Nutzung von Software, Speicher oder Rechenleistung aus der Cloud. Der Anteil der Nutzer sei 2016 im Jahresvergleich von 54 auf 65 Prozent gestiegen, teilte der Digitalverband Bitkom am Dienstag mit. Auch das Gefälle zwischen großen und kleinen Unternehmen habe sich inzwischen weiter angeglichen, ergab eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft KPMG. Cloud-Computing habe sich durchgesetzt und sich zur Basistechnologie der Digitalisierung entwickelt, sagte Axel Pols von Bitkom Research.

Sicherheitsvorbehalte hatten das Geschäft mit Cloud-Anwendungen vor allem nach den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden über die weitreichende Internet-Überwachung durch amerikanische und britische Geheimdienste streckenweise belastet. Seitdem setzt die Branche viel stärker auf Verschlüsselung und in Europa auch auf die Ansiedlung von Rechenzentren im jeweiligen Land. Es gebe bei den Kunden einen klaren Vertrauensvorschuss für Cloud-Anbieter aus Deutschland oder Europa, sagte Pols. "Kunden sehen es gerne, wenn die Rechenzentren im eigenen Land stehen."
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In der aktuellen Umfrage gaben 57 Prozent der im November und Dezember befragten Geschäftsführer und IT-Verantwortlichen an, ihre Unternehmensdaten in der Public Cloud für "sehr sicher" oder "eher sicher" zu halten. Nur 4 Prozent finden demnach, dass ihre Daten dort «sehr unsicher» oder «eher unsicher» seien. "Die Große Mehrheit der Unternehmen hat Vertrauen in die Sicherheit ihrer Daten in der Cloud", sagte Marko Vogel, Sicherheitsexperte bei der Unternehmensberatung KPMG. Bei vielen Unternehmen fehle es aber noch an einem umfassenden Sicherheitsmanagement. So seien auch die eigenen Sicherheitsabteilungen in den meisten Unternehmen nicht an der Auswahl der genutzten Cloud-Provider beteiligt.

Laut den Umfrageergebnissen nutzten 2016 insgesamt 44 Prozent der Unternehmen Anwendungen und Dienstleistungen aus der privaten Cloud, bei der die Infrastruktur entweder im Unternehmen selbst oder in einem externen Rechenzentrum steht. "Der Trend in den Unternehmen geht seit einigen Jahren dahin, den Betrieb von Private Clouds an externe IT-Dienstleister zu vergeben", sagte Pols. Nur noch 13 Prozent der befragten Unternehmen betreiben demnach eine private Cloud komplett in Eigenregie. Vier Jahre zuvor habe der Anteil bei 26 Prozent gelegen.
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Einen Aufschwung gab es auch bei Public Cloud-Anbietern, die ihre Dienstleistungen über das öffentliche Internet bereitstellen. 29 Prozent der befragten Unternehmen haben demnach 2016 Anwendungen aus der Public Cloud genutzt, ein Jahr zuvor waren es noch 26 Prozent und 2014 waren es 16 Prozent. Am meisten werden mit 49 Prozent Software-Anwendungen aus der öffentlichen Cloud genutzt, gefolgt von technischen Services wie Datenspeicher oder Rechenleistungen (47 Prozent) und speziellen Entwickler-Werkzeugen oder Betriebssystemen (28 Prozent). Wichtigste Anwendung aus der Cloud ist Büro-Software (46 Prozent), gefolgt von Sicherheitslösungen (44 Prozent). dpa

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