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Adobe-Manager Brett Wilson
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Adtech Wie Adobe für Kostentransparenz beim digitalen Marketing sorgen will

Adobe-Manager Brett Wilson
Mit seiner Advertising Cloud will Adobe Werbungtreibenden die Ausspielung und die Kontrolle von Digitalkampagnen erleichtern. Was dabei definitiv stört: Technologie-Partner, die versteckte Kosten einbauen. Damit soll nun Schluss sein: Adobe hat deswegen mit insgesamt 15 Supply Side Plattformen (SSPs) und Exchange-Plattformen eine Initiative gestartet, die alle Beteiligten auf Kostentransparenz verpflichtet.
von Ingo Rentz, Freitag, 13. Oktober 2017
Zu den Teilnehmern zählen Marktteilnehmer wie Google AdEx, MoPub, Oath, OpenX, Pubmatic, SpotXchange, The Rubicon Project und Teads. Die Partner haben sich laut Adobe verpflichtet, Gebühren, die zusätzlich zu den eigentlich Mediakosten entstehen, entweder zu eliminieren oder offenzulegen. Alle ausgewiesenen Gebühren würden in Zukunft auf der Adobe Advertising Cloud-Plattform angezeigt, so Adobe in einer Mitteilung. "Ziel dieser Initiative ist es, sämtliche Kosten in der Wertschöpfungskette des digitalen Marketings – einschließlich aller versteckten Gebühren – vollständig transparent zu machen." Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, da die Tücken des Digitalmarketings immer mehr Unternehmen verunsichern. Dafür sorgen nicht nur Probleme wie Adfraud oder fehlende Umfeldsicherheit, sondern etwa auch von Publishern bereitgestelltes Werbeinventar, das aufgrund von minderwertigen Demand Side Plattformen nie bei den Kunden ankommt. Pro-Sieben-Vermarkter SevenOne Media setzt hierbei an, indem künftig nur noch mit Einkaufsplattformen zusammengearbeitet wird, die bestimmten Qualitätskriterien entsprechen. Natürlich ist mangelnde Kostenkontrolle ein Teil in dieser Gemengelage aus verschiedenen Problemen.
Brett Wilson
Bild: Adobe

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"Wir sind davon überzeugt, dass Transparenz allen Beteiligten der digitalen Werbebranche zugutekommen kann, nicht nur den Marketingverantwortlichen", sagt Brett Wilson, Vice President Adobe Advertising Cloud. Dabei weiß er wichtige Werbekunden hinter sich: "Mehr Transparenz in der Werbung zu schaffen, hat bei L'Oréal oberste Priorität", sagt Nadine Karp McHugh, SVP Omni Media, Strategic Investments, Programmatic and Creative Solutions bei dem Kosmetikriesen in den USA. "Adobe ist nach wie vor einer unserer engsten Partner, der uns dabei unterstützt, dieses Ziel im Rahmen einer gemeinsamen Initiative zu erreichen. Gleichzeitig möchten wir die Branche ermutigen, sich diesem Beispiel anzuschließen."
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