Accelerate-Programm Snap sucht nach europäischen Technologie-Start-ups

Donnerstag, 21. Dezember 2017
Evan Spiegel, CEO von Snap.
Evan Spiegel, CEO von Snap.
© dpa

Nachdem Snap im Oktober ein Förderprogramm für Start-ups im Heimatmarkt USA ins Leben gerufen hatte, bringt der Snapchat-Betreiber dieses nun auch nach Europa. Wie das Unternehmen mitteilt, steht das sogenannte "Snap Accelerate Programm" ab heute für europäische Gründer zur Verfügung, die im Zuge dessen vor allem als Werbekunden gewonnen werden sollen.
Snapchat ist bekanntlich eine Mobile-only-Plattform. Und so macht es Sinn, dass Snap in erster Linie nach Start-ups Ausschau hält, die vor allem auf Smartphones und Tablets heimisch sind. Dem Unternehmen zufolge ist das Förderprogramm für junge Firmen gedacht, die mit Risikokapital finanziert werden, eine digitale Expertise haben, eine Performance-basierte Marketingstrategie verfolgen und - nicht ganz uneigenützig - ihr Geschäft mit Werbung auf Snapchat voranbringen möchten. Snap selbst wünscht sich eigenen Angaben zufolge idealerweise junge Unternehmen aus dem Mobile-Commerce-, Mobile-Gaming- oder Entertainment-Bereich, die gerade noch dabei sind, neue Nutzer hinzuzugewinnen. Interessierte Start-ups können sich hier bewerben. Wettbewerber Facebook hatte mit Fbstarts bereits im Mai 2014 ein ähnliches Förderprogramm ins Leben gerufen.

Punkten will Snap mit einem bis zu 85.000 Euro schweren Service-Packet. Es umfasst Mediavolumen auf Snapchat, kreative Services, einen gebrandeten Filter sowie einen bevorrechtigten Zugang zu neuen Werbeprodukten, dem Snapchat Ad Manager und den Werbepartnern. Hinzu kommt die Möglichkeit, an internen Snap-Seminaren und -Events teilzunehmen sowie ein Priority-Tech-Support.
Snapchat Relaunch
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Seit geraumer Zeit befindet sich Snap in Gesprächen mit europäischen Risikokapitalfirmen, anderen Förderprogrammen und strategischen Partnern, um geeignete Start-ups für das eigene Programm ausfindig zu machen. So arbeitet Snap etwa mit dem in London ansässigen VC-Unternehmen Felix Capital zusammen, das Start-ups wie Deliveroo und Dailymotion in seinem Portfolio verzeichnet.

Mit von der Partie ist bereits das niederländische Start-up Bux, das einen Dienst zur mobilen Abwicklung von Aktiengeschäften entwickelt hat, und sich im nächsten Jahr dem Snap Accelerate Programm anschließen wird. Das Unternehmen drängt aktuell mit einer TV-Kampagne in den deutschen Markt und wird unter anderem von Holtzbrinck Ventures finanziert. ron
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