3D Bitmoji Snapchat zündet die nächste Stufe bei Augmented Reality

Freitag, 15. September 2017
So sehen die dreidimensionalen Snapchat-Bitmoji aus
So sehen die dreidimensionalen Snapchat-Bitmoji aus
© Snap

Snapchat geht den nächsten Schritt beim Thema Augmented Reality: Die in der jungen Zielgruppe populäre App hat eine neue Funktion veröffentlicht, mit der Nutzer nun virtuelle Comic-Avatare von sich selbst - sogenannte Bitmoji - im Raum platzieren können.

Regenbogen, die aus dem Mund kommen, tanzende Hotdogs, virtueller Blumenschmuk auf dem Kopf: Seit der Einführung der Filter vor zwei Jahren erfreuen sich die sogenannten Lenses auf Snapchat einer großen Beliebtheit und sind mittlerweile zu einer der meistgenutzten Funktionen in der App avanciert. Vor allem mit den im April eingeführten "World Lenses" zeigt Snapchat seit einigen Monaten die Ambitionen im Bereich Augmented Reality: Damit lassen sich dreidimensionale Gegenstände in den Raum platzieren.

Nun erweitert Snapchat diese Augmented-Reality-Funktion auf die sogenannten Bitmoji. Dabei handelt es sich um Avatare der Snapchat-Nutzer, die sich nun mit einem Klick auf den Bildschirm in der "realen" Welt platzieren lassen. Die Bitmojis fahren dann beispielsweise Skateboard, trinken einen Kaffee oder machen Yoga. Die Funktion ist sowohl für Android- als auch iOS-Nutzer ab sofort verfügbar.
Die animierten Bitmojis mögen auf den ersten Blick vielleicht banal erscheinen, sind für Snapchat aber ein großer Hoffnungsträger. Denn auch Werbekunden scheinen Gefallen an den AR-Funktionen in der App zu finden. So sind die "World Lenses" seit Mai für Advertiser freigegeben, auch für die aus Deutschland. Die App bietet seitdem verschiedene Arten von "Sponsored World Lenses" an.

So können Werbekunden etwa ihre Produkte in das Kamerabild der Nutzer einfügen und dieses zusätzlich mit dem Nutzer interagieren lassen. Außerdem können Werbekunden das Ambiente der fotografierten oder gefilmten Umwelt beeinflussen. Die Launchkampagne begann mit dem Kunden Warner Bros., der das Tool für die Bewerbung des Films "Everything Everything" einsetzte. Netflix, Dunkin Donuts und der Farb-Verkäufer Glidden Paint zogen nach.

Bitmojis sind übrigens keine Erfindung von Snapchat. Das Unternehmen schluckte Anfang 2016 für geschätzte 100 Millionen US-Dollar den kanadischen Anbieter Bitstrips, der genau diese Avatare entwickelte - und integrierte sie in die App. ron

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