Timo Günthner, 21TORR

Timo Günthner, 21TORR

Technologie So bringt Augmented Reality frischen Wind ins B2B-Geschäft

Mittwoch, 31. Januar 2018
AR entwickelt sich vom Hype-Thema immer mehr zur gesetzten Technologie, die die Arbeitsweise vieler Branchen im täglichen Geschäft nachhaltig verändern kann. Immer mehr Unternehmen nutzen innovative AR-Lösungen, um die Verbraucher besser bedienen zu können. Damit entsteht ein neuer und potentiell explosiver Markt für Augmented-Reality-Lösungen und -Entwickler. Aber auch im B2B-Geschäft ist die AR-Technologie inzwischen angekommen. Warum insbesondere die B2B-App-Entwicklung schnell voranschreitet, erklärt Timo Günthner, Director Mobile der Digitalagentur 21TORR, im Gastbeitrag für HORIZONT Online.

AR- und Support-Lösungen sind die neuen Trends im B2B-Business

Welche Dimensionierung hat die Einbausituation genau? Welche Schritte sind notwendig, um die Montage korrekt auszuführen? Wo befindet sich die richtige Einbaustelle? Und wie sind bestimmte Einstellungen vorzunehmen? Derartige Fragen lassen sich mit speziellen Augmented-Reality-Lösungen leicht beantworten. Beispielsweise können AR-Anwendungen Architekten und Schreinern bei der Planung eines Bauvorhabens helfen, indem sie Bilder des endgültigen Entwurfs über ein Kamerabild der Umgebung des Kunden legen. Oder eine Lagerfirma kann die Bestandsinformationen des Kunden einsehen, indem sie die Lagerregale mit einem AR-fähigen Smartphone oder Tablet kontrolliert. Und das alles in Echtzeit und genau dann, wenn Not am Mann ist.

AR-basierter Kundensupport ist auf dem Vormarsch

Unternehmen benötigen für viele der von ihnen vermarkteten Produkte auch guten Service. Bislang waren digital unzureichend bedienbare Benutzerhandbücher und wenig hilfreiche Online-Selbsthilfeportale für den Servicepartner das Mittel der Wahl. Doch mit Hilfe der erweiterten Realität wird sich das ändern. Über ein mobiles Gerät oder einen AR-Viewer können How-to-Informationen über ein Produktbild gelegt und interaktive Texte und Bilder anzeigt werden, die dem Nutzer helfen, eine Vielzahl von Produkten einzurichten, zu konfigurieren, zu warten und zu reparieren. Für Agenturen und Entwickler besteht hier großes Potential, die B2B-Branchen mit innovativen AR-Lösungen anzusprechen.

Vertrieb 2.0 – die Möglichkeiten mit AR sind grenzenlos

Vorbei sind die Zeiten, in denen ein Sales Manager potentielle Kunden mit Flyern, Katalogen oder gar einer PowerPoint-Präsentation zu gewinnen versucht. Denn der Verkäufer, der eine vertriebsunterstützende AR-Anwendung nutzt, hat einen markanten Vorteil. Die Möglichkeiten, wie Produktmodelle in 3D interaktiv vor Ort zur Demonstration und zum Verkauf genutzt werden können, sind schier grenzenlos. Und auch bei vertriebsrelevanten Fragestellungen kann eine AR-Lösung via Text, Audio oder Video genaue Instruktionen geben. So kann auch ein ganz komplexes Problem live und interaktiv gelöst werden. Unternehmen, die das Potential von Augmented Reality im Vertrieb frühzeitig erkennen, werden von einem deutlichen Wettbewerbsvorsprung profitieren.
Apple Laden
© Apple

Mehr zum Thema

iPhone-Nachfolger? Apples Augmented-Reality-Headset soll 2020 kommen

AR bringt auch die interne Arbeitsweise auf ein neues Level

Augmented-Reality-Anwendungen eröffnen eine Vielzahl an Möglichkeiten, interne Prozesse im B2B-Umfeld auf ein völlig neues Level zu bringen. Die Automobilindustrie ist dabei Vorreiter. So hat Ford beispielsweise seinen Designprozess mit Hilfe von Microsoft HoloLens-Brillen verbessert. Diese ermöglichen es den Designern, die verschiedenen Modelle digital zu betrachten und Änderungen an Form, Farbe, etc. direkt zu modifizieren. AR kommt vor allem im Produktdesign, bei der Produktentwicklung und Projektplanung zum Einsatz und kann die Effizienz im Unternehmen deutlich steigern, insbesondere wenn mehrere Abteilungen oder Dienstleister zusammenkommen müssen, um eine Lösung zu finden.

Gute Entwickler sind gefragt wie nie zuvor

Jedes Unternehmen, das seine Kunden mittels Augmented Reality ansprechen möchte, braucht darauf spezialisierte Developer. Die wenigsten verfügen über eigene Entwicklungsteams und der Bedarf an Third-Party-AR-Entwicklern wird massiv steigen. Denn im Gegensatz zu Virtual Reality erfordert Augmented Reality nur den Einsatz eines mobilen Endgerätes. Die allgegenwärtig verfügbare Hardware und die zunehmende Akzeptanz werden den B2B-Markt für Augmented-Reality-Applikationen vorantreiben. Die Frage ist nur, ob es auch genügend qualifizierte Entwickler für AR-Lösungen geben wird, um der rasch steigenden Nachfrage nach B2B-Anwendungen gerecht zu werden.

HORIZONT Newsletter Tech Newsletter

1x täglich die Top-News für Digitale Marketer

 


Meist gelesen
Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
stats