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German Wings: Ein Seitenhieb auf Hartmut Mehdorn
Werbliche Schnellschüsse, die aktuelle Ereignisse aufs Korn nehmen, arbeiten in der Regel mit Holzhammer-Pointen. Das muss kein Fehler sein, auch wenn der Nachhall für die Marke nach dem Lacher gegen null tendiert. Germanwings zeigt, dass man den Humor ein wenig komplexer und damit ein Stück intelligenter gestalten kann. "Sänk ju vor Träwelling wis Är Berlin!" titelt der Carrier in Richtung Mitbewerber und schiebt einen Gruß an dessen neuen Boss Hartmut Mehdorn hinterher. Da mag mancher nicht Nachrichten- affine Mensch stocken. Die Durchsage der Bahn in radebrechendem Englisch, vielfach Zielscheibe für Spötteleien, erkennt man wieder. Mehdorn? Das ist doch der einstige Bahnchef. Die Werbenummer wirkt denn auch nicht böswillig, sondern eher wie ein neckischer Seitenhieb. Das schafft Sympathie für die Marke und erzeugt beim Betrachter Zufriedenheit, die Botschaft durchschaut zu haben.aus: HORIZONT 34/2011
| Kunde | German Wings, Köln |
| Agentur | Lukas Lindemann Rosinski, Hamburg |
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