Spießer Alfons
Bei Beef wird echt die Sau rausgelassen
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Agrarfrost verspricht: „100% echter Kartoffelgenuss“. Allerdings: Wie man diesen absoluten Prozentwert errechnet hat, wird nicht erläutert in der Reklame – siehe die Abbildung!Was, liebe Lesergemeinde, ist eigentlich „echter“ Kartoffelgenuss? Genießt man die Kartoffel echt in gekochter Form? Oder als Pommes frites, Püree, Puffer oder Kartoffelchips? Vielleicht sogar als Suppe und/oder Kartoffelschnaps ...?Richtig: Alles eine Frage des persönlichen Geschmacks. Und über Geschmack kann man sich 100%ig nicht streiten, es sei denn, die Werbung serviert uns ein echtes Geschmackserlebnis, das über 100% hinausgeht.
Von einer Firma mit Namen Entega werden wir gefragt: „Verstecken sich Energieverschwender in Ihrem Unternehmen?“ Und damit wir erkennen sollen, wie so ein Energieverschwender aussieht, wurde ein solcher im Bilde der Annonce festgehalten, wenn Ihr Euch den haarigen Typ dort bitte mal anschauen wollt, der im Winde steht und so grinst wie ein Gartenzwerg, wenn eine junge Frau im Minirock vorbeigeht.Und dieser Energieverschwender wird ausgeschaltet von Entega, erfahren wir im weiteren Wortlaut der Werbung. Allerdings hilft Entega uns damit auch nicht weiter, denn das Unternehmen bietet seine „Energie der nächsten Generation“ an, also nicht der heutigen.
Mit der Telekom sollen wir „Erleben, was verbindet“, so erfahren wir aus der Werbung des Unternehmens. Und in Versalien werden wir informiert: „Mit dem besten Netz kommt Ihr Zeitungskiosk überall mit.“ Was wie ein Zauberkunststück anmutet.Denken wir mal an unseren Zeitungskiosk, an dem wir nicht nur Zeitungen, sondern auch Zeitschriften kaufen. Und dieser Kiosk kommt dann überall mit, wenn wir „Micky Maus“, den „Playboy“ und das „Grevenbroicher Tagblatt“ lesen wollen ...?Natürlich ist das ein Zaubertrick von der Telekom. Und Spießer Alfons verrät Euch auch, wie dieser Trick funktioniert:Bei dem angeführten „besten Netz“ handelt es sich um ein ganz gewöhnliches Einkaufsnetz, das wir am Zeitungskiosk quasi aufladen können!
Wie einfältig muss ein Werbetexter sein, der so dumme Sprüche absondert wie: „Schönheit kommt nicht von Innen!“?! Mal ganz davon abgesehen, dass es „innen“ geschrieben werden muss, so ist die Aussage erwiesenermaßen falsch. Denn natürliche Schönheit kommt tatsächlich von innen.Den dummen Spruch in der Reklame von Point Rouge unterstreicht der Gestalter, indem er den knalligfarbigen Nagellack nicht auf die Fingernägel aufträgt, sondern einfach ausgießt, um damit den Tisch zu lackieren. Und wer einen Tisch in dieser Farbe schön findet, für den stimmt die Aussage dann letztlich: „Schönheit kommt nicht von innen!“, sondern ist rein äußerlich, nämlich von dekorativer Art.
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