Spießer Alfons
Vertauschte Noten und Ringe an Hühneraugen?
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Die Anzeige von Teekanne gefällt dem Spießer besonders deshalb, weil das Teetütchen dort aufgeklebt ist. Besser kann man ein Produkt gar nicht vorstellen. (Ob der Holunder im Bilde so von der Natur oder vom Stylisten gestaltet wurde, ist dabei eigentlich Holunder wie Fliederbeere.)Eines jedoch muss der Spießer hinterfragen: Wurde der Name des Tees, nämlich „Landlust“, inspiriert von der gleichnamigen Zeitschrift vom Lande? Der Name „Landlust“ ist schließlich keine standardmäßige Wortverbindung wie Landluft oder Landplage, sondern es ist dieses ein Begriff, der neu zusammengefügt wurde, eben aus Land und Lust, um zum Namen einer Marke zu werden. Und somit stellt sich dem Spießer die Frage, warum Verlag und Teekanne hier nicht Werbung im Verbund machen. In einer derartigen Symbiose würden beide Werbungtreibende den vollen Nutzen bei geteilten Kosten erzielen.
Kürzlich hatte Euch der Spießer eine Anzeige von Clinique vorgeführt, wo Farben für Eier angeboten wurden, quasi zu Ostern außerhalb der Saison. Und nun haben wir da vor Weihnachten schon wieder so ein dickes Ei!Dieses Ei sehen wir neben einer Tube. In der Tube ist „even better eyes“, was ein „dark circle corrector“ ist, auf Französisch: „soin éclat correction cernes“. Die Headline lautet: „Wirkt gegen Augenringe. 15 Jahre Entwicklung, die Sie sehen können.“ Und was sehen wir? Wir sehen ein Ei. Scheinbar 15 Jahre alt. Und – natürlich – ohne Augenringe. Denn Eier haben bekanntlich keine Augen und demzufolge auch keine Ringe. Was also hat das dicke Ei in der Annonce zu suchen ...?
Spießer Alfons hat recherchiert. Und herausbekommen: Ein Missverständnis! Der Art-Direktor hatte gedacht, dass es hier um Ringe an Hühneraugen geht, und deshalb hat er das Ei gelegt. Rein symbolisch, versteht sich.Nach spießiger Reklamation wird nun in den folgenden Anzeigen eine Kartoffel gezeigt – siehe Abbildung! Denn die hat bekanntlich Augen und damit auch Augenringe. Und wenn die Augen der Kartoffel keine Ringe haben, dann ist das der Beweis, dass „even better eyes“ seine Wirkung erfolgreich getan hat.
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