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29.08.2012
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Spießer Alfons
Wer die Haare schön hat, ist ein Vorbild

Frauen und ihre Haare – ein Stoff, aus dem Friseure einen Roman schreiben können. Der Spießer schreibt eine Kurzgeschichte, und zwar aus der Werbung!

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29.08.2012

Eine berühmte Frisur aus der Ritterzeit, getragen von Frauen bis heute! 

Eine berühmte Frisur aus der Ritterzeit, getragen von Frauen bis heute!

Es gibt Frisuren aus der Geschichte, die Vorbild gewesen sind für viele Frauen bis in die Neuzeit. Zum Beispiel die berühmte Prinz-Eisenherz-Frisur, auch Pagenkopf genannt: Obwohl es eine männliche Frisur ist, wird sie auch von vielen Frauen getragen. Von Mireille Mathieu zum Beispiel, die damit einen Teil ihrer persönlichen Corporate Identity auf dem Kopfe trägt.
Aber es gibt auch Frauen, denen stand die Prinz-Eisenherz-Frisur nicht sonderlich gut, weil das eigene Haar sie nicht hergab. Wie bei Angela Merkel: Nach einer öffentlichen Kritik in der Sixt-Werbung hatte sich die Kanzlerin umgehend zu einem Neuschnitt entschlossen. Nun hat sie die Haare schön und erntet seither keine Kritik mehr wegen ihrer Frisur.

Verloren steht sie da, die junge Dame, und guckt nicht gerade begeistert drein! 

Verloren steht sie da, die junge Dame, und guckt nicht gerade begeistert drein!

Und damit zum Thema der heutigen Werbung: In einer Anzeige von Chanel sehen wir Cocos Markenbotschafterin mit Prinz-Eisenherz-Frisur. Die Protagonistin hat ihre Haare aber nicht schön, sondern sie sehen aus, als wäre ein Friseur mit seinem Handrasenmäher drübergefahren – wenn es überhaupt ein Friseur gewesen ist und nicht der Gärtner.
Und somit verwundert es den Spießer auch gar nicht, dass das Mädel so verstört aus seinen Chanel-Klamotten guckt: Die junge Dame fühlt sich sichtbar unwohl. Genauso unwohl wie jede Frau, die ihre Haare nicht schön hat.
Aber die Haare von Karl, dem großen Lagerfeld, sehen ja auch nicht viel besser aus, oder?!

Haarige Amazone in Angriffsstellung! 

Haarige Amazone in Angriffsstellung!

Ob die junge Dame in der Diesel-Anzeige ihre Haare schön hat, ist Geschmacksache. Die einen werden das für eine Frisur halten, die anderen für ein Vogelnest, wo die Meise gerade unterm Pony brütet. Der Spießer fragt sich allerdings: Warum verteidigt die Frau dort ihre Handtasche mit einem Gesichtsausdruck, als wolle sie sagen: Wenn Du an mein Heiligstes willst, dann beiße ich Dir in die ... Nase oder sonst wohin!?
Spießige Vermutung: Das Model sprach zum Fotografen: Wenn Du noch einmal über meine Frisur lästerst, Du alte Knips-Piepe, dann haue ich Dir meine Handtasche um die Ohren!

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