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01.02.2012

Spießer Alfons
Was hat Jim Beam mit dem Teufel zu tun?

Wortspiele sollte man verstehen können. Auch sollten sie Sinn machen. Ein Texter, der das nicht kapiert hat, schickt den Konsumenten glattweg zum Teufel!

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01.02.2012

Zur Erinnerung: „Der Teufel hat den Schnaps gemacht, um uns zu verderben ...!“ 

Zur Erinnerung: „Der Teufel hat den Schnaps gemacht, um uns zu verderben ...!“

Wissen Werbetexter immer, was sie schreiben? Und die Kunden der Werbeagentur – begreifen die eigentlich, was da mitunter so in ihren Anzeigen zum Ausdruck gebracht wird ...?
Die Eingangsfragen von Spießer Alfons kommen nicht von ungefähr, sondern sie kamen dem Spießer in den Sinn, nachdem Alfons eine Anzeige von Jim Beam gelesen hatte, wo ein Whiskey mit Namen „Devil’s Cut“ beworben wird. Was ein ausgesprochen diabolischer Name ist, denn „Devil’s Cut“ ist zu übersetzen mit: Teufels Anteil. (Zur Erläuterung: Wenn der Whiskey im Fass reift, dann verdunstet ein Teil davon, welchen man „Angel’s Share“ nennt. Und die alkoholischen
Rückstände, die nach der Reifung im Fass übrig bleiben, das ist der sogenannte „Devil’s Cut“, der später dem Whiskey zugefügt wird.)
Kommen wir zur Headline der Jim-Beam-Anzeige und also lautend: „Der Teufel steckt nicht nur im Detail, sondern auch im Geschmack.“ Diese Botschaft bedeutet: Gerade in Einzelheiten oder bei Kleinigkeiten können große Probleme auftreten, u. a. auch im Geschmacklichen. Auf Jim Beam und den Bourbon „Devil’s Cut“ bezogen meint das: Der Geschmack dieses Whiskeys kann Probleme bereiten.
Wie schrieb doch schon der legendäre Dichter Nebel in seinem Briefing an die Werbeagenturen? Er schrieb: „Wer den Alkohol verteufelt, der sollte – statt Werbung für Bourbon zu machen – lieber für Buttermilch werben!“

Teuflisch gut: Satanspilze im Omelett! 

Teuflisch gut: Satanspilze im Omelett!

Auch Siemens hat sich dem Satan zugeneigt und zeigt an: „Teuflisch gut kochen statt putzen wie der Teufel.“ Und im Werbebilde gucken wir aus einer Küche durch das Fenster und erkennen sofort: typisch deutsche Küchenlandschaft! Weshalb sich denn auch jede Hausfrau von dieser Anzeige ausgesprochen angesprochen fühlen wird.
Und wer gestern in seiner alten Küche noch himmlisch gekocht hat, der soll nun mit Siemens
„teuflisch gut kochen“. Ein Rezept aus teuflischer Küche ist zum Beispiel ein Omelett mit
Satanspilzen, das auf dem ewigen Fegefeuer von Siemens zubereitet wird. Ein einmaliger Genuss. Und das Kochen erspart der Hausfrau das Putzen, weil sie nach so einem teuflischen Essen nie wieder einen Putzlappen in die Hand nehmen muss.
Der Claim dazu lautet: „Siemens. Die Zukunft zieht ein.“ klar, denn die Vergangenheit ruht auf dem Friedhof.

[1] [2]

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