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22.11.2012
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Spießer Alfons
Vampire und die Schwarz-Formel

Schwarze Wäsche, sensationeller Geschmack, illustres Herrschaftswissen, Bärenmarke, James Bond und die Versicherung einer Versicherung!

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22.11.2012

Persil wäscht ... 

Persil wäscht ...

Wenn man Persil hat, dann weiß man, was man hat, nämlich Persil. Und das Paket mit der roten Schleife ist „Unser Bestes“ von Persil. Was im Umkehrschluss die Vermutung aufschäumen lässt: Es muss noch ein schlechteres Persil geben. Eines, das möglicherweise gut ist, aber eben nicht an das beste Persil heranreicht.
So gibt es zum Beispiel auch ein Persil-Waschmittel mit dem Namen Persil Black-Gel. Das ist nicht nur für die Wäsche, sondern es ist „auch für Vampire“ – wenn Ihr bitte mal einen Blick auf das Inserat werfen wollt!
Wieso gerade Vampire? Klar, Vampire sind seit Generationen angesagt, von Graf Dracula bis Twilight. Oder genauer: Rund 400 Filme mit Vampiren gibt es auf der Welt – spießig geschätzt. Da sind diese Blutsauger in der Werbung natürlich die idealen Protagonisten. Und Zielgruppe überdies – siehe Persil!

... Fledermäuse schwarz! 

... Fledermäuse schwarz!

Liest man jedoch das Kleingedruckte in betreffender Anzeige, so erfährt man, dass es hier gar nicht um Graf Dracula und Konsorten geht. Wir erfahren: „Damit aus Fledermäusen keine grauen Mäuse werden: Persil Black-Gel mit Langzeit-Schwarz-Formel.“
„Langzeit-Schwarz-Formel“, so so. Und mit „Vampire“ sind nicht die Einwohner aus Siebenbürgen aka Transsilvanien gemeint, sondern Vampirfledermäuse, welche primär auf dem amerikanischen Kontinent anzutreffen sind. Und wer sie hierzulande als Haustiere hält, der weiß: Vampirfledermäuse sind graubraun gefärbt oder rötlichbraun. Und die Unterseite ist heller und lässt einen Grauton erkennen. So wie bei grauen Mäusen.
Spießiges Fazit: Schwarze Vampire unter den Fledermäusen gibt es nur, wenn dieselben mit Persil Black-Gel gewaschen werden. Wogegen Tierschützer vermutlich Sturm laufen werden.

Hokuspokus Fidibus, dreimal schwarzer Kater! 

Hokuspokus Fidibus, dreimal schwarzer Kater!

Katzen sagt man allerhand nach. Zum Beispiel, dass sie sieben Leben haben. Außerdem: Wenn sie schwarz sind und von links kommen, dann sollte man vorsichtig sein. Und früher behauptete ein Konsumpoet sogar: „Katzen würden Whiskas kaufen“.
Und nun berichtet ein Werbetexter: „Cleveren Katzen fällt immer was ein!“ Ein Beispiel dafür hat der Anzeigengestalter illustriert – siehe die Abbildung! Aber dieses Kunststück ist nur ein Teil vom Ganzen, denn ganz unten im Text kommt es noch viel doller! Wir lesen dort von köstlich duftenden und knusprig leckeren Kroketten, die nach Angaben der Werber einen „sensationellen Geschmack“ haben.
Spießige Anfrage an die Agentur: Woher wisst Ihr von diesem Geschmack ...?

Klatschgeschichten: Wissen mit Garantie ...? 

Klatschgeschichten: Wissen mit Garantie ...?

Wer weiß zuerst, ob es „Intrige oder Wahrheit“ ist, „Liebe oder Hass“? Im Bilde
der Anzeige von „Die Aktuelle“ sehen wir zwei Frauen. Offensichtlich Klatschbasen. Die rechte erzählt der linken gerade etwas, woraus die Anzeigenleserin entnehmen kann, dass die linke Frau es in diesem Moment zuerst erfährt, nämlich von der rechten. Darum lacht sie auch. Und woher weiß die rechte Frau es noch vor der linken? Vielleicht aus „Die Aktuelle“? Doch woher weiß „Die Aktuelle“ es grundsätzlich zuerst, ob es Intrige oder Wahrheit ist, Liebe oder Hass ...?
Der Spießer verrät es Euch: Vom Werbetextdichter weiß sie es!

Bärenmarke: Bekleidung aus Fell? 

Bärenmarke: Bekleidung aus Fell?

Dass Werber dem Volke gern einen Bären aufbinden, erkennen wir auch aus einer Anzeige von Aigle – wer oder was das auch immer sein mag. Ins Auge sticht hier ein Bär, der ganz oben auf der Treppe steht und seine Tatzen auf die Schultern eines Paares legt.
Was will uns der Inserent damit sagen? Niemand klärt uns darüber auf. Und wenn jemand Spießer Alfons fragt: Aigle ist eine Bärenmarke, wo der Werbetexter auf der faulen Bärenhaut gelegen hat.

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