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06.03.2013
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Spießer Alfons
McCurrywurst für die McDoofen?

Eigentlich sollten Stars, die in der Werbung ihr Testimonial abgeben, eine Vorbildfunktion für den Konsumenten haben. Eigentlich ...!

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06.03.2013

Warum denkt Alfons beim Anblick des Protagonisten an Pups und Pferdefleisch ...? 

Warum denkt Alfons beim Anblick des Protagonisten an Pups und Pferdefleisch ...?

Spießer Alfons hatte nie ein Problem damit, in ein amerikanisches Spezialitätenrestaurant zu gehen. Beispielsweise zu McDonald’s. Zumal der spießige Vater seine Kinder im Schlepptau mitgenommen hat. Als Alibi. Doch nun ist alles anders: Alfons traut sich nicht mehr zu McDonald’s. Denn der neue Protagonist in der Werbung von McDonald’s, das ist der deutsche McDoof, auch als Mario Barth bekannt. Gegen diese Quatschtüte ist das Dschungel-Camp von RTL geradezu eine hochintellektuelle TV-Dokumentation. Denn das Programm, mit dem Mario Barth das komplette Berliner Olympiastadion füllt, ist so flach, dass nicht mal eine Kakerlake darunter durchkrabbeln kann. Barth ist der Inbegriff des deutschen Schenkelklopfers: Bringt der Hampelmann auf der Bühne bloß mal „Furz“ oder „Dünnschiss“ über die Lippen, dann johlen seine Fans vor Vergnügen und pinkeln sich dabei vermutlich vor Wonne in die Hose.
Kurzum: Mario Barth steht nicht nur für Masse. Sondern auch für Kacke.
Und nun steht er, wie gesagt, auch noch in der Werbung von McDonald’s, und zwar als Currywurstmaxe. Womit der Spießer ein zusätzliches Problem hat. Denn wer Alfons kennt, der weiß, dass der Spießer ein Fan der deutschen Currywurst ist, sowohl in der Hamburger als auch in der Berliner Version. Und nun gibt es Currywurst als McCurrywurst bei McDonald’s. Präsentiert von der – ausgerechnet! – Berliner Dumpfbacke, wenn Ihr Euch die Reklame mal anschauen wollt!
Soll der spießige Currywurst-Fan etwa dem Ruf des Mario Barth folgen und dafür sorgen, dass dessen Werbeeinsatz auch noch von Absatzerfolg gekrönt wird ...? Und was ist, wenn ein anderer Gast den Spießer im Restaurant erkennt und ihn auf die gleiche Stufe stellt mit Mario Barth? Geht gar nicht!
Aber der spießige Drang, eine McCurrywurst zu probieren, war stärker als die Abneigung vor dem Dödel in der Werbung. So setzte sich der Spießer eine Sonnenbrille auf die Nase und einen Hut auf den Kopf und ging zu McDonald’s in seiner Heimatstadt, wo es die schlechtesten Pommes von ganz Deutschland gibt: Die sind nicht richtig heiß, werden umgehend kalt und schmecken dann wie eingeschlafene Füße. Und wenn der Burger mal etwas später durch das Personal an den Tisch nachgereicht wird, dann kann man die Strohkartoffelstäbchen gleich wieder zurückgeben.
Versöhnung: Die McCurrywurst ist einwandfrei und empfehlenswert – optisch genauso wie geschmacklich.
Und Mario Barth? Der soll sich einen BigMac in den Mund stopfen, und zwar in einem Stück. Dann ist er wenigstens für ’ne Weile still.

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