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24.01.2013
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Spießer Alfons
„Frauen dieser Erde“: zum Abschminken!

Eine Zielgruppe wird definiert mit der Ansprache „Frauen dieser Erde“. Frage: Was will der Inserent den „Frauen dieser Erde“ verkaufen?

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24.01.2013

Frauen dieser Erde: Schminkt Euch die Sorgen einfach aus dem Gesicht! 

Frauen dieser Erde: Schminkt Euch die Sorgen einfach aus dem Gesicht!

Der Online-Shop Point Rouge hat wieder einmal zugeschlagen, und zwar mit einer Botschaft, welche lautet: „Frauen dieser Erde: Schminkt Euch!“ Und warum sollen Frauen dieser Erde sich schminken? Der Textdichter erklärt: „Go for Beauty.“ Klar, wohin denn sonst?!
Spießer Alfons weiß nicht, welche Gedanken Euch in den Kopf kommen beim Lesen dieser Worte. Der Stolperstein auf dem Werbewege des Spießers ist die pauschale Aufforderung an Frauen „dieser Erde“. Denn damit sind Frauen rund um den Globus gemeint. Blicken wir zum Beispiel auf die Frauen „dieser Erde“ speziell in Afrika! Und dort in die Gesichter der Frauen von Äthiopien, Guinea, Sierra Leone und anderen Ländern, die zu den ärmsten der Welt zählen. Und diese Frauen sollen sich also schminken? Vielleicht, um die Sorgenfalten in ihren Gesichtern zu übertünchen ...?
Spätestens an dieser Stelle wird das eine oder andere Mitglied der spießigen Lesergemeinde entgegnen, dass Alfons seine Kolumne mal wieder ganz besonders spießig beginnt. Denn nach solchem Kriterium dürften wir hierzulande schon gar nicht für Nahrungsmittel werben, von denen Menschen in vielen armen Ländern nur träumen können. Das aber ist nicht der springende Punkt der spießigen Kritik. Denn wenn der Texter von Point Rouge geschrieben hätte: „Frauen dieses Landes: Schminkt Euch!“, dann hätte der Spießer keinen Einwand gehabt – es sei denn, die Frauen würden daraufhin zu Farbeimern und Spachtelmasse greifen.

Wird die Liebe hier mit einem Ring bezahlt? 

Wird die Liebe hier mit einem Ring bezahlt?

In dieser spießigen Folge gibt es wieder mal ein Exempel dafür, wie Männer und Frauen in der Werbung diskriminiert werden. Das Corpus Delicti stammt von Bucherer; es gibt ähnliche Sujets aber auch von anderen Schmuckfabrikanten. Und hier wie dort sehen wir, wie ein Mann einer Frau ein Schmuckstück schenkt als Zeichen seiner Liebe – siehe die Abbildung!
Frage des Spießers: Warum ist es eigentlich immer nur der Mann, der einer/ seiner Frau ein Schmuckstück als Zeichen seiner Liebe schenkt? Warum tut die Frau das umgekehrt nicht genauso und schenkt dem Mann als Zeichen ihrer Liebe einen Ring? Oder eine Armbanduhr? Oder handelt es sich bei den werblichen Slices of Life nur um gekaufte Liebe, wo der Mann in aller Regel der zahlende Kunde ist?
Weiß vielleicht jemand von Euch mehr darüber ...?

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