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04.01.2012
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Spießer Alfons
Buchstabensuppe: Kampagne für Bastler

Wir scrabbeln uns eine Buchstaben-Kampagne! Eine nette Werbeidee für alle Kunden, deren Name aus zwei oder drei Buchstaben besteht!

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04.01.2012

Liebe HORIZONT-Leser, der Spießer zeigt Euch hier zwei Reihen von Anzeigen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Schaut man aber genauer hin, so wird deutlich: All diese Sujets stammen aus einer Kampagne, die nach demselben Konzept konstruiert wurde, und zwar dem beliebten Buchstabenspiel.

Original ... 

Original ...

Bekannt geworden ist damit erstmals IBM, wobei die drei Buchstaben im Wort „SCHREIBMASCHINEN“ hervorgehoben waren. Diese Idee stammte von dem Grafiker, Fotografen und Maler Anton Stankowski (1906-1998), nachzulesen in seinem Gesamtwerk 1925-1986 (Hatje-Verlag), wo wir erfahren: „Zur Identifikation von IBM mit der Produktgruppe ,Schreibmaschinen‘ hebt Stankowski die Buchstaben IBM durch Fettdruck hervor. 1980 greift eine Düsseldorfer Werbeagentur diese Idee wieder auf, um zu sagen, dass in jeder Schreibmaschine ein bisschen IBM steckt.‘”

... unten: Kopie! 

... unten: Kopie!

Die Düsseldorfer Werbeagentur, die diese Idee aufgegriffen hatte, war die ehemalige GGK, nämlich Gerstner, Gredinger & Kutter, die zu jener Zeit die Top-Agentur in Deutschland gewesen ist. Und deren kreatives Oberhaupt, ein gewisser Michael Schirner, der heute Ehrenmitglied des ADC ist, dieser Herr Schirner schmückte sich fortan mit der großen Idee, die weder von ihm, noch von GGK stammt, sondern eben von Anton Stankowski, der übrigens auch das Logo der Deutschen Bank kreiert hat. Und was nicht weniger peinlich für Schirner gewesen ist, das ist der Tippfehler in der doppelseitigen Anzeige, denn „Schreibmaschinen“ schreibt man bekanntlich groß.

Hinterhergegangen: RWE mit JvM! 

Hinterhergegangen: RWE mit JvM!

Der IBM-Idee hinterhergegangen ist Jahrzehnte später dann RWE mit der „VoRWEggehen“-Kampagne. Spießer Alfons vermutet, dass diese Konzeption auf einer alten IBM-Schreibmaschine getippt wurde, die im Werbehause Jung von Matt gestanden hat.

Geschrieben auf einer SchreIBMaschine: Hat die GEZ dafür Gebühren GEZahlt? 

Geschrieben auf einer SchreIBMaschine: Hat die GEZ dafür Gebühren GEZahlt?

Ob die GEZ für die Ausstrahlung der Kampagne eventuell Gebühren eingezogen hat, weiß der Spießer nicht; die Inkassozentrale hatte jedenfalls schon ein paar Jahre vor RWE annonciert: „Du hast nicht GEZahlt!“ Was im Übrigen eine der peinlichsten Anzeigen gewesen ist, die das wenig beliebte Unternehmen auf uns Bürger losgelassen hat.

Der Plagiartdirektor als KompLeeze! 

Der Plagiartdirektor als KompLeeze!

Auch Lee und Reebok machten das Buchstabenspiel mit ihrem Namen, wenn Ihr Euch die Anzeigen dazu bitte mal anschauen wollt!

Der Plagiartdirektor trägt Reebok! 

Der Plagiartdirektor trägt Reebok!


Mal ehrlich: Wer reserviert ein Hotelzimmer, in dem ein Zigarrenraucher gewohnt hat? 

Mal ehrlich: Wer reserviert ein Hotelzimmer, in dem ein Zigarrenraucher gewohnt hat?

Und HRS, das Hotelportal im Internet, kam mit Rudi Assauer auf den Claim: „ICH RESERVIEHRS.“ Das ist zwar orthografisch an den Buchstaben herbeigezogen, aber wer merkt so etwas denn schon?!

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