30.04.2008
Warten auf den nächsten Deal
Droht das Abenteuer der beiden Finanzinvestoren KKR und Permira in einem Fiasko zu enden? Eineinhalb Jahre nach dem Einstieg bei Pro Sieben Sat 1 sind die Fakten alles andere als erfreulich. Für knapp 3 Milliarden Euro verkauften Haim Saban und seine Partner das Unternehmen Ende 2006 - inzwischen liegt die Börsenkapitalisierung nur noch bei etwas über einer Milliarde.
Schwer drücken auch die Schulden von über 3 Milliarden Euro. Knapp 240 Millionen Euro an Zinsen muss Pro Sieben Sat 1 jährlich aufbringen - und hat damit noch keinen Cent getilgt. Die Dividenden sprudeln dennoch. 270 Millionen Euro wurden 2007 ausgeschüttet, dreimal soviel, wie der TV-Konzern verdient hatte. Eine solche Dividendenpolitik ruft zu Recht Kritiker auf den Plan. Nachdem die Zahlen für das 1. Quartal die Finanzmärkte schwer enttäuschten, ist nun wieder Aktionismus angesagt.
Es passiert, was in solchen Fällen immer passiert: Mit Peter Christmann nimmt ein Topmanager seinen Hut, gleichzeitig kündigt CEO Guillaume de Posch ein weiteres Sparprogramm von 70 Millionen Euro an. Genügen wird das wohl nicht. Permira und KKR brauchen eine neue Story für die Finanzmärkte. Vielleicht spricht man ja doch bald mit Premiere über Sat 1. js
- Medien 25. April 2008: Pro Sieben Sat 1 tritt auf die Kostenbremse
- Leute 25. April 2008: Pro Sieben Sat 1: Peter Christmann muss gehen
- Medien 7. April 2008: Premiere greift nach Sat 1 / Pro Sieben Sat 1 winkt ab
- Medien 17. Januar 2008: Springer verkauft Pro-Sieben-Sat-1-Anteile
- Medien 11. Dezember 2007: Axel Springer verkauft Pro-Sieben-Sat-1-Anteil an KKR/Permira
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Die BLM und das bayrische Internet
Live-Stream-Angebote im Web sollen in Bayern ab August nur noch mit Sendelizenz ausgestrahlt werden dürfen, sobald sie gleichzeitig mehr als 500 Zuschauer erreichen. Das plant die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM). Davon wären womöglich auch die Web-TV-Angebote von Blogs und Co betroffen. Ähnliche Ziele verfolgt der Entwurf des Rundfunkstaatsvertrags.
Live-Stream-Angebote im Web sollen in Bayern ab August nur noch mit Sendelizenz ausgestrahlt werden dürfen, sobald sie gleichzeitig mehr als 500 Zuschauer erreichen. Das plant die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM). Davon wären womöglich auch die Web-TV-Angebote von Blogs und Co betroffen. Ähnliche Ziele verfolgt der Entwurf des Rundfunkstaatsvertrags.
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