09.01.2008
TV-Vermarktung: Hausaufgaben erledigen
Seit dem Herbst vergangenen Jahres diskutieren Werbungtreibende, Agenturen und Werbeträger die neuen Geschäftsmodelle der TV-Vermarkter. Transparenz statt Intransparenz - unter diesem Motto versuchen IP und Seven-One Media das deutsche Mediasystem bekanntlich vom Kopf auf die Füße zu stellen.
Doch statt zu mehr Transparenz führten die teilweise diametralen Vorstellungen der beiden Wettbewerber bislang eher zu Verunsicherung, Ärger und lauthals ausgetragenem Streit. Darunter leidet - nur so kann man die Zitate der Verlagsmanager zwischen den Zeilen lesen - insbesondere Print. Beim Blick auf die Einbuchungen für 2008 rauft sich mancher Verlagsmanager denn auch jetzt schon verzweifelt die Haare. Print hängt an TV. Und weil die Werbungtreibenden teilweise verunsichert TV angehen, droht insbesondere den Monatstiteln ein ziemlich ungemütliches Jahr 2008.
Zwar hoffen Optimisten, dass Print gerade von den Unwägbarkeiten des TV-Marktes profitieren wird. Doch hinzu kommt, dass der auch in diesem Jahr anhaltende Internet-Boom sämtliche Medienanbieter konzeptionell, redaktionell und vermarktungsmäßig vor weitere dramatische Herausforderungen stellt. Neue Hausaufgaben warten auf ihre dringende Erledigung.
- Medien 25. Oktober 2007: Pro-Sieben-Sat-1-Vorstand Christmann greift Rabattmodell der Konkurrenz an
- Medien 18. Oktober 2007: Mediasystem: IP Deutschland kommt Agenturen mit neuem Vermarktungsmodell entgegen
- Medien 11. Oktober 2007: Seven-One Media stellt neues Rabatt- und Honorierungsmodell vor
- Medien 5. Oktober 2007: Kartellamt greift durch: TV-Vermarkter müssen hohes Bußgeld für unerlaubte Rabattpolitik zahlen
- Klartext 7. November 2007: Kampf der TV-Vermarkter: Zurück zum Start
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