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von Jürgen Scharrer,
Chefredakteur

Nur ein paar lausige Pennys


Das wurde wirklich Zeit: In diesen Tagen melden sich Verlagsmanager aus der ersten Reihe zu Wort, um ein Plädoyer für Print abzulegen. Den Anfang machte Andreas Wiele auf dem 1. Deutschen Medienkongress von HORIZONT. Am Montag legte Hubert Burda nach. Als auf der Digitalkonferenz DLD mal wieder über das bevorstehende Ende von Print schwadroniert wurde, schritt der Münchner Verleger ein: "Im Internet lassen sich im Moment nur ein paar lausige Pennys verdienen" - ganz im Gegensatz zum klassischen Zeitschriftengeschäft.

Nun ist die Lage zwar nicht ganz so trüb und gerade Wiele und Burda sind unverdächtig,
die Rolle des Internets zu unterschätzen. Nur, und daran führt eben kein Weg vorbei: Wer
mit journalistischen Inhalten Geld verdienen will, tut gut daran, seine Printtitel zu pflegen
und konsequent in sie zu investieren. Bitter ist nur, dass die Bekenntnisse zu Zeitungen und Zeitschriften zu einer Zeit kommen, in der die Gattung schwer unter Druck gerät.

Paul Vogler von der Mediaagentur Mindshare sagt Print 2009 ein Umsatzminus von 15  Prozent voraus. Es wird zu Sparprogrammen und wohl auch Titeleinstellungen kommen - ganz sicher aber nicht dazu, dass Zeitschriften massiv an Bedeutung verlieren.

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