Digital Manna
Die digitale Wirtschaft befindet sich - wieder einmal - in einer entscheidenden Phase. Die Unternehmenswerte von nutzerstarken, aber umsatzschwachen Communities
explodieren in fast astronomische Höhen. Kultunternehmen Apple feiert mit seinem anachronistisch-proprietären I-System spektakuläre Erfolge bei der breiten Masse
und den Jüngern des Open-Source-Internet. Monopolist Google formiert eine Regenbogen-Allianz zur Revolutionierung des Mobilfunkmarktes. Und Onlinewerbung wächst und wächst und wächst.
Vor allen Dingen die lange Zeit werbeabstinenten bis -feindlichen Communities und Blogs haben Internet-Anzeigen als den Schmierstoff auserkoren, der
die Web-2.0-Maschine am Laufen halten soll. Der Schwenk hin zur Onlinewerbung wird dramatische Folgen haben. Bislang kämpften Communities mit den
„klassischen", zumeist werbefinanzierten Content-Plattformen
um das Zeitbudget und die Zuneigung der Nutzer. Nun kommt
der Kampf um die Werbekunden hinzu.
Web-Werbung wird zum Manna der digitalen Wirtschaft, wie Publicis-Chef
Maurice Lévy richtig bemerkt hat. Deshalb das Jahr 2007 mit der Blase der New
Economy zu vergleichen ist PR-wirksam, aber dennoch falsch. Sicherlich wer
den die meisten Netzangebote, die auf Werbung angewiesen sind, sich damit
nicht refinanzieren, geschweige denn in die Gewinnzone katapultieren können.
Das liegt aber nicht am überhitzten Markt, sondern an den Gesetzen dieses
Marktes.
Das Internet ist zweifellos ein demokratisches Medium. Doch die
„Liberté, Egalité, Fraternité"-Attitüde des Mitmach-Webs verdeckt: Das Internet ist vor allen Dingen ein zu oligopolistischen Strukturen tendierender
Wirtschaftsraum.
- Agenturen 12. November 2007: Maurice Lévy warnt vor Online-Blase
- Digital 7. November 2007: Facebook personalisiert die Werbung
- Digital 25. Oktober 2007: Microsoft sichert sich Minderheit bei Facebook
- Digital 21. Dezember 2006: Publicis investiert 1,3 Milliarden Dollar in Online-Agentur Digitas
- Digital 3. August 2006: US-Marketer verlagern Online-Budgets auf Social-Network-Sites
TV: Zetti-Knusperflocken
pH1: Geklaute Idee vom Katzenfutter
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Luis: Irgendwie...
Nachrichten: Rocket X relauncht Ehrmann.de
Joseph: Flash?
Das Spießer Alfons-Thema der Woche:
Manchmal wird uns die Werbung zu bunt
Beim Microblogging-Dienst Twitter sind auch bereits einige Bundesliga-Vereine mit einem Twitter-Account vertreten. Bayern München belegt dabei den Spitzenplatz mit den meisten Followern (Fans) aller Bundesliga-Clubs. Auf Platz 2 folgt Hannover 96 vor Schalke 04. Die Bundesliga-Mannschaften twittern aber in der Regel nicht selbst. Stattdessen twittern die Fans unter dem Logo ihres Clubs.









