16.04.2008
Die Stunde der Lobbyisten
Die deutschen Verlagshäuser stehen derzeit gewaltig unter Druck. Dass die Auflagen tendenziell sinken und der Werbemarkt schwierig ist, ist dabei noch das geringste Übel. Seine Geschäftsmodelle anpassen zu müssen, gehört zu den normalen Übungen in der Marktwirtschaft. Und die Zeitungshäuser sind ja auch dabei, ihre Hausaufgaben zu erledigen, indem sie ins Internet investieren und neue Vermarktungsmodelle entwickeln.
Sehr wohl ein Ärgernis ist allerdings, dass die Deutsche Post mit ihren jetzt Mindestlohn-geschützten Monopolrenditen aus dem Briefgeschäft ins Kerngeschäft der Verlage vordringen will. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) sieht darin zu Recht einen ordnungspolitischen Skandal und droht mit juristischen Schritten. Für Ärger und böses Blut sorgt auch der Wunsch der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten, ihre Onlineseiten zu Nachrichtenportalen aufzurüsten und damit den Printhäusern Konkurrenz zu machen.
Das Problem ist nur, dass sich viele Unternehmen in einer Art Gefangenendilemma befinden. Die Versuchung, die geplanten Post-Wochenblätter zu drucken oder bei der Vermarktung zu helfen, mag betriebswirtschaftlich sinnvoll sein. Branchenpolitisch gesehen wäre ein Einlenken fatal. Effiziente Lobbypolitik war nie so nötig wie heute. js
- Medien 16. April 2008: Post-Dementi: "Speed News" hat nichts mit der Print-Offensive zu tun
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Beim Microblogging-Dienst Twitter sind auch bereits einige Bundesliga-Vereine mit einem Twitter-Account vertreten. Bayern München belegt dabei den Spitzenplatz mit den meisten Followern (Fans) aller Bundesliga-Clubs. Auf Platz 2 folgt Hannover 96 vor Schalke 04. Die Bundesliga-Mannschaften twittern aber in der Regel nicht selbst. Stattdessen twittern die Fans unter dem Logo ihres Clubs.
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