HORIZONT.NET
18.06.2008

Abrechnung via FAZ-Interview


Wer auf Branchenevents mit Managern spricht, bekommt diese Geschichte immer wieder zu hören: Dass die Pin-Gruppe für den Springer-Verlag zu einem 600-Millionen-Euro-Debakel wurde, lag mitnichten nur an dem von der Regierung beschlossenen Mindestlohn. Vorstandschef Mathias Döpfner habe für Pin viel zu viel Geld bezahlt, auch die Integration der lokalen Gesellschaften habe nicht geklappt.

Bemerkenswert ist nur, dass diese Kritik nun Jürgen Richter äußert - und die „FAZ" ihm für diese Abrechnung eine halbe Seite einräumt. Richter war von 1994 bis 1997 selbst Springer-Vorstandsvorsitzender. Öffentlich fordert er Friede Springer zum Handeln auf: „Das unternehmerische Schicksal liegt in ihren Händen." Das klingt dann doch reichlich übertrieben. js
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