Flop der Woche
07.02.2013
Glow und das Gurken-Massaker: Alles andere als "hot"
Was hat sich Glow nicht schon alles für das Dessous-Label Blush einfallen lassen: Die Idee, 25.000 Coffee-to-Go-Becher mit der aktuellen BH-Kollektion zu bedrucken und daraus einen interaktiven Fotowettbewerb zu machen, hat im vergangenen Sommer nicht nur in Berlin für Schlagzeilen gesorgt, sondern auch gezeigt, wie charmant und clever Dessous-Werbung sein kann. Auch die Werbemotive, mit denen Glow und Blush 2011 den Abhörskandal bei der britischen Boulevardzeitung "News of the World" aufspießten, die freche Plakat-Kampagne zum 20-jährigen Jubiläum der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 2010 sowie der filmische Angriff auf die Welt-Dessous-Hauptstadt Paris waren aus kreativer Sicht recht ansprechend.Das Gegenteil trifft leider auf den Werbefilm zu, den Glow jetzt für das Wäschelabel MB-Lingerie mit Sitz im niederländischen Bladel entwickelt hat. Die erste Folge der mehrteiligen "Hot-Cooking"-Reihe ist so banal und vollgepackt mit platten Klischees, dass es beinahe weh tut. Auch wenn das niederländische Unternehmen das nachvollziehbare Ziel verfolgt, endlich auch in Deutschland bekannt zu werden und seinen Onlineshop zu promoten: Mit der abgehalfterten Blondine, die sich in dem 60-Sekünder in Reizwäsche gekleidet und mit allerlei scharfem Küchengerät bewaffnet an einer armen Salatgurke vergreift, dürfte MB-Lingerie selbst die geneigte deutsche Kundschaft vergraulen. So kommt die Marke nicht "hot", sondern allenfalls billig rüber. Und das ist für jede Dessous-Marke Gift. mas
Top der Woche: Clevere Obdachlosen-Hilfe von Saatchi
| Kunde: | MB-Lingerie, Bladel |
| Agentur: | Glow, Berlin |
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Kreation
Spiesser Alfons
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